Diese Rubrik finde ich interessant – war das noch vor einem Jahr unsere Hauptangst… ob wir wohl alles unterwegs bekommen? Ist es sicher in den anderen Ländern; kommen wir mit unseren schlechten Fremdsprachenkenntnissen zurecht?

Fazit unserer bisherigen Erfahrung… diese Angst ist völlig unbegründet!!!

Landstrom: 

So gut wie an allen Stegen gab es Landstrom. Ab Portugal benötigten wir einen Adapter von 16A auf 32A; diesen gab es zu kaufen.

Wasser:

Genau wie Strom – es gab auch überall Wasser am Steg; manchmal ohne Schlauch – aber den haben wir Segler ja dabei. Ab Galicien war das Wasser teilweise heftig chloriert. Wir haben das Wasser trotzdem immer in den Tank gefüllt; allerdings haben wir dank Watermaker unser richtiges Trinkwasser dann daraus gewonnen. Solch ein Watermaker ist übrigens eine tolle Erfindung  – und schmeckt wunderbar! Allerdings kommt man auch gut ohne Watermaker klar – wie die meisten Boote hier. In La Graciosa  wurden wir erstmals darauf aufmerksam gemacht, dass es dort kein Trinkwasser gibt, so dass wir ab hier beschlossen haben, auch unser Tankwasser mit dem Watermaker zu gewinnen und sind ab jetzt unabhängig von anderen Wasserquellen. Als „Reserve“ haben wir 70l „Reservetrinkwasser“ dabei…neben den 400l im Tank und den gefüllten Wasserflaschen vom Watermaker.

Gas

Wir haben die blauen Camping – Butanflaschen, die ein ausgeprägt gutes Verfügbarkeitsnetz haben. Als wir dann irgendwann begriffen haben, dass man in den Hafenbüros mal fragen muss, haben wir überhaupt keine Probleme damit gehabt; auch keine weitere Lauferei. Allerdings ist Butan gegenüber den großen Propanflaschen teurer. Hierfür ist die Verfügbarkeit echt anders – und schlechter. Meistens konnten diese Flaschen in Tankstellen gefüllt werden.

Essen/Trinken

Unser Boot ist so voll wie zu Beginn… sozusagen Original gefüllt mit dem Edeka aus Rostock. Wir hatten den Eindruck, dass die Einkaufsquellen vor allem näher am Boot sind, als in Deutschland. Auch von den Produkten ist es eben Europa – alles ähnlich.

Bootsausrüstung: 

Das haben wir bisher etwas vermisst… solch einen guten großen Schiffsausrüster; haben wir selten gefunden. In Hafennähe waren mehr solche Marine angehauchten Kramläden. In Südengland war die Verfügbarkeit besser.

Meine dringend benötigten Patronen für unsere geplatzten Schwimmwesten haben wir nirgends bekommen. Diese werden jetzt mit Sondererlaubnis der Fluggesellschaft aus Deutschland transportiert… was für ein Aufwand!! Der Fairness gegenüber muss erwähnt werden, dass es auch in Deutschland selten gute Ausrüster in Hafennähe gibt.

Sicherheit:

Nicht, dass wir uns in Deutschland unsicher gefühlt haben, mit den niemals verschlossenen Stegen und Wachpersonal… aber seit wir Deutschland verlassen haben, denken wir bewusst – „ja – hier können wir unser Boot liegen lassen“. In den über 30 Häfen außerhalb von Deutschland war vielleicht ein Handvoll nicht verschlossen – ansonsten war diesbezüglich alles top!!

Winterliegeplätze

Diesen Punkt führen wir extra auf -weil es wichtig ist… für Euch – die Ihr vielleicht auch los starten wollt, aber nicht soviel Zeit rausboxen könnt. Zumindest wir waren diesbezüglich etwas verklemmt im Denken… einfach das Boot irgendwo liegen lassen – also nein! Wir haben überall gesehen, dass die Boote an Land oder im Wasser monatelang sicher gelagert werden. Es ist kein Problem!

Bis zum nächsten Blog – nächster Teil der Zwischenbilanz: “Was denken wir persönlich? Alles noch gut? Gehts für uns weiter?”