25.7.15 Mackay / Australien     Wo fange ich an….

Ankommen: Am Abend gegen 21:00 am 22.7. sind wir angekommen…es ging zum Q-Dock – noch sind wir „giftig“ für dieses Land. Wir werden empfangen von ARETHA und FIREFLY…“kommt Ihr rüber zum Wein“…. – so gerne; so gerne. Aber da es hier empfindlich kalt ist, wollten wir den Engländern mal zeigen, wie Grog schmeckt. Glaubt Ihr es, die kennen keinen Grog – unglaublich. Ja, und wir hatten noch Stroh 80 – naja, ihr wisst schon. Gegen 24:00 kam HUGUR – man, sind wir froh, dass wir alle das sind – es war kein schöner Trip.

Immigration: Morgens um 6:30 klopft es laut… „oh, sorry, wait a moment, please“. 10 Minuten später springt ein großer schwarzer Hund in unser Bett… gut, dass er Schuhe an hat. Er sucht Drogen. Alles in allem waren wir froh, dass wir den Tag vorher mehrere Stunden geputzt hatten. Mit der Taschenlampe wurde in jede Ecke geleuchtet, jeder Schrank wurde geöffnet. Aber insgesamt ging alles gut. Nur die Zwiebeln und Knoblauch haben die officer mitgenommen. Sie suchen nach den „kleinen Tierchen“ – wenn keine da sind, darf man fast alles behalten.

Der erste Schritt: Australischer Boden… auf zum ATM (Geldautomat) – und wo gibt es Frühstück. Wir sind stolz; beim Kaffee schauen wir auf unser Boot – well done!

Was dann: Dank Hund im Bett waren wir früh dran. Wo geht es in die Stadt… wir suchen den Bus und es geht los. So richtig kuschelig ist diese Stadt wohl nicht; aber eben auch … richtige Straßen, Parkplätze, Kühlregale, Sauberkeit – wie zu Hause. Dann, dickes Shoppingcenter… und endlich ein Apple – Shop. Hatten wir schon erwähnt, dass Jens seine Tastatur nur noch halb geht. Ist schon störend, wenn die Hälfte der Buchstaben nicht mehr gehen. Ein zweifelnder Blick der Verkäufer – ist da Wasser rein gekommen? Mmh, nicht wirklich – aber irgendwie fliegt das Wasser durch die Luft. Nach ca. 1h und einer langen Erklärung unseres Trips reparieren sie alles auf Garantie. Wir kaufen auch gleich einen neuen I-Pad Air… und laden zusätzlich Navionics (Navigationsprogramm) drauf – sicher ist sicher. Das ist der erste Apple – Shop seit 100 Jahren

Kälte: Hier ist Winter – spätestens ab 16:00 …. für uns ist es zu kalt. Die Heizung läuft sehr häufig.

Ersatzteile: Vor lauter Glück des Abkommens hatten wir die Zeit vergessen. Plötzlich war Freitag Abend. Aber wir brauchen noch so viele Teile. Wir flitzen zum Chandler (Schiffsausrüster)… keine Panik Leute. Hier habt Ihr einen Katalog – sucht alles aus und wir bestellen es zum nächsten Mittwoch. Cool – auch den Rutscher am Mast können wir ersetzen. Dieser wurde in Kolumbien manuell mit viel Aufwand neu gefertigt. Endlich können wir ihn durch ein Originalteil ersetzen.

Schäden am Boot: Nicht wirklich… im Moment. Der Windmesser pausiert, wenn es zu viel wird – wurde neu angebracht. Der Autopilot hatte Probleme – hielt aber durch – DANKE. Jens hat alles nachgezogen. Das war auch der Grund, warum wir so zwei -drei Boote hinter waren… wir segelten zwei Tage nur mit halben Vorsegel – ohne Großsegel. Bei einem Katamaran fiel die Selbststeueranlage ab Nordkaledonien aus… und sie mussten zu dritt 800sm bei bis zu 43kn Wind steuern. Nicht gut… gar nicht gut.

Wir waren unglaublich happy, dass unser Boot dicht ist – keine Nässe durch die Fenster. Jens hatte alle Scharniere ersetzt durch Metallscharniere – dann war es dicht. Tja… bis…..

Abschied von JUNO: das ist jetzt echt echt traurig. Die ARC Boote sind zusammengewachsen. Aber hier teilt sich der Weg und manche nehmen Abschied. Unter anderem JUNO – wir werden Euch vermissen. Zum Abschied wollten wir ihnen ein MAGDEBURG Abschiedsbuch schenken… ach, und dabei haben wir entdeckt, dass eine Menge Wasser am Mast runtergelaufen ist. Direkt zur Tüte mit den Ausweisen… Impfausweis und Internationalen Führerschein konnten wir nicht mehr retten. Also zu früh gefreut; kein Tag ist ohne Überraschungen.

Heute früh: 5:00 ging es zum Strand – zum Sonnenaufgang und zu den Kängurus. Jetzt fangen wir an, dieses Land zu entdecken. Soweit wir es eben schaffen. Es ist so riesig – größer als Europa und es leben nur 23 Millionen Menschen hier. Das ist doch nichts – nur wenig mehr als früher in der DDR.

Bleibt bei uns – Eure GarliXe