24.11.15; ca. 15:30 Uhr: unterwegs Richtung Kapstadt

Zu Beginn möchte ich erst mal den letzten Satz vom vorherigen Blog löschen…wenn das mit unserer Gesundheit so ausgeht, wie mit dem Zustand unserer GARLlX, na dann – Hallejulia!!

Der letzte Tiefausläufer in Durban ist uns überhaupt nicht gut bekommen. Wir lagen vor Anker bei fast 40kn Wind, was unangenehm und laut ist, aber der Anker saß fest – also gut. Aus weiter Ferne hörten wir zwei -drei Donner, also haben wir alle Geräte ausgeschaltet. Dann plötzlich… ein Krach und ein Blitz, als wenn eine Bombe explodiert ist. Wow! – absolut laut.

Wir waren sofort im Cockpit – keine sichtbaren Schäden – erst mal gut. Als der Zauber ganz vorbei war, wollten wir die Instrumente kontrollieren!!

Und dann…. nichts mehr, bzw. nicht mehr sehr viel.

Unsere Raymarine Geräte haben keine Daten mehr, kein GPS, kein AIS, keine Winddaten. Beide Autopiloten sagen nichts mehr, die elektrische Winde ist still, das Bugstrahlruder sagt nichts mehr und der Kühlschrank ist warm. Auch das Radio ist futsch, ob noch mehr, wissen wir noch nicht sicher.

Nach einem Tag ergebnisloser Ursachensuche haben wir aufgegeben. Der Raymarine Service in Durban ist freundlich ausgedrückt eine bessere Bastelbude, Equipment war nicht vorhanden, alles kommt aus Kapstadt. Um die Ecke war Furuno (andere Marke), dort hätten wir im Januar einen neuen Autopiloten bekommen.

Also alles richtig dumm. Gut ist, dass der Motor anspringt (aber nicht immer). Und nun sind wir gestartet. Ob das gut ist, wissen wir nicht. 800sm bei dem Wetter, ohne Autopiloten ist echt keine Freude. Wir haben noch Reservediesel von Ayama bekommen und wir sind jetzt unterwegs Richtung Kapstadt. Vor uns TULASI, hinter uns AYAMA. So können wir uns im Dunklen orientieren. Ohne Kartenplotter ist das nicht so leicht. Aber eine Reparatur in Kapstadt wirkt viel vielversprechender und dort haben wir auch mehr Zeit.

So, wir sind also etwas angeschlagen. Unmittelbar neben uns – nur in max. 100m Entfernung – lagen AYAMA und TULASI, dort ist nichts passiert. Man steckt da wohl nicht drin; Geräte an oder aus machte auch keinen Unterschied.

Jetzt sind wir gespannt, was die Versicherung dazu sagt; so ganz billig wird das nicht. Bisher war alles ausgesprochen freundlich. Sie waren froh, dass wir in Begleitung nach Kapstadt fahren und haben uns eine sichere Überfahrt gewünscht.

In dem Sinne – wir haben noch einmal mehr Respekt vor der Natur bekommen. Und wir brauchen jetzt alle guten Wünsche, für’s gute Ankommen und für eine gute Reparatur. Solche dunklen Instrumente sind gruselig.

Bis bald Eure GarliXe