Bertha (Ausläufer des amerikanischen Hurrikans) hat sich noch nicht ausgetobt… deswegen haben wir ungeplante „Freizeit“.

Wir erleben eine unglaubliche Landschaft – die Bretagne direkt an der Küste der Biskaya. Gleichzeitig ist es auch ein Ort, an dem sich unglaubliches Leid zugetragen hat. Es ist die Einfahrt nach Brest – also der Hauptkampfplatz in den Weltkriegen.

„Dieses Internationale Denkmal wurde nicht gebaut um Kriegstaten wieder aufleben zu lassen. Es zeigt nur die unrühmliche Grausamkeit eines Seeverkehrskrieges. 

30.000 Semänner der deutschen unterseeischen Flotte (Durchschnittsalter 20 Jahre) und 45.000 Seemänner der alliierten Handelsflotte waren die hauptsächlichen Opfer der grausamen Schlacht (die Schlacht im Atlantik). 

Das Schicksal des Krieges war damit verbunden…

5.155 Schiffe der alliierten Flotte wurden zerstört (638 französische Schiffe). 739 deutsche U-Boote waren gesunken, 1.070 im Ganzen.“

Angesichts der Schönheit und der Tatsache, dass jetzt friedlich die Schiffe – der sich damals bekämpfenden Nationen – im Hafen nebeneinander liegen und den Sturm abwarten, war das ein heute nicht mehr zu glaubender Schwachsinn. Soviel Leid!

Wir genießen aber die Landschaft und sind dankbar, dass wir uns nicht bei 30kn Wind über die Biskaya kämpfen müssen.

Was war sonst noch? => der prophylaktische Kampf gegen die Rüsselkäfer!!

Nein, nein – wir haben keine Rüsselkäfer!! Damit es aber nicht soweit kommt, füllen wir sämtliches Mehl in Plastikflaschen. So ist es in dieser Cruiserfamily… man erhält so viele Ratschläge!!! Manchmal ist es schwer, Sinnvolles von dem sinnlosen Zeugs zu unterscheiden. Aber das ist sinnvoll!! Also haben wir die Getränke nicht nach Inhalt, sondern nach dem Format der Flaschen ausgesucht = große Öffnung = gute Flasche! Wer Näheres über die Rüsselkäfer erfahren möchte, muss in der Homepage der heimkehr-hamburg.de schauen (hat eine gute Suchfunktion).

So Ihr Lieben, wir sind noch ein paar Tage hier und wühlen uns so durchs Boot. Ab und zu vermissen wir Euch… aber es ist alles viel zu spannend, um es ernsthaft Heimweh zu nennen. Es ist aber sehr, sehr schön, so viel von Euch zu hören. Also, bis später – Eure Dg