Jetzt ist unsere Zeit auf den Kapverden fast wieder vorbei. Unsere Crew hat sich wieder reduziert – mein Vater und meine Schwester sind wieder nach Hause geflogen.

Vorher haben wir gemeinsam noch einen von der ARC organisierten Ausflug zur Ihla de Santo Antao unternommen.

Dazu überhaupt mal was… wir sind echt begeistert von der super Organisation der ARC!! Unterwegs fühlt man sich  – dank der Satellitensender (Yellobrick) – und aufgrund der täglichen Funkrunden nicht allein… im Gegenteil. Im Umkreis von wenigen Seemeilen befinden sich einfach immer Schiffe. Täglich bekommen wir über Kurzwelle einen Wetterbericht und die Positionen der anderen Schiffe. Im Ankunftshafen wurden wir alle „platziert“, um das Ein- und Ausklarieren müssen wir uns nicht kümmern, und diese Ausflüge sind auch organisiert. Einigen Schiffen ist unterwegs das Segel oder anderes kaputt gegangen… schon wurde organisiert, dass sich ein Segelmacher der Sache annimmt. Für uns hat sich das Anmeldegeld auf jeden Fall gelohnt – würden es immer wieder genauso machen. Sicherlich fehlt einigen Seglern die Individualität… uns nicht – diese ist auf dem Wasser genug vorhanden.

So – jetzt zur Nachbarinsel und diesem Feeling hier vor Ort. Die Kapverdischen Inseln wurden 1461 von den Portugiesen entdeckt und sind seit 1975 unabhängig. Wir befinden uns in einer anderen Kultur – ein Mix aus Afrika und wenig Europa. Wir erleben einen ausgeprägten Nationalstolz und eine mitreißende musikalische Lebensfreude. Die Ihla de Santo Antao ist auf der NW – Seite grün… wesentlich grüner als Gran Canaria. Von den 10 Kapverdischen Inseln ist sie die „grüne Insel“ und mit 779qm die zweitgrößte der Inseln. Wir wandern eine wenig durch die fruchtbaren Täler und Berge, welche bis zu 1.900 m hoch sind. Der aus Zuckerrohr gebrannte Grog reizt uns nicht zum Kaufen – aber immerhin werden jährlich 200.000 Liter auf den Inseln gebrannt.

Die Insel Sao Vincente ist wesentlich karger und trockener. Dafür befindet sich hier in Mindelo die Kulturhauptstadt, was man an vielen Strassenecken erkennt.

So – unsere Zeit hier ist jetzt wieder um – in den fünf Tagen konnten wir nur kurz mal rein schnuppern. Trotzdem sind wir froh, dass wir diesen „Umweg“ über die Kapverden gemacht haben. Gut für uns, da wir aus unserer Sicht genügend Zeit hatten, uns ein wenig zu erholen, das Boot wieder fit zu machen und ein wenig die Kultur zu erleben. Einige Boote kamen erst wesentlich später an – was echt ein kleines Problem sein kann. Nur ein oder zwei Tage hier zu sein – das ist zu kurz. Morgen – am 19.11.14 und 13:00 starten wir wieder. Es geht 2.100sm weiter westlich Richtung St. Lucia. Wir melden uns von unterwegs. Eure GarliXe