Tour: Christmas Island – Cocos Keeling Island/ Seemeilen insgesamt rd. 525 / noch – ca. 30sm 21.9.15

Die Zeit fliegt und solche 2-Tages Aufenthalt sind ziemlich anstrengend. Christmas Island hat uns zurückversetzt nach Niue. Dieses klitzekleine Land im Pazifik mit keine 2.000 Einwohner. Christmas Island ist das Gegenstück; gehört zwar zu Australien ist aber nicht größer. Es wohnen dort rund 1700 Einwohner; davon 300 Kinder.

Christmas Island ist vor allem bekannt durch die jährliche Paarungswanderung der großen roten Landkrabben, die in der etwas feuchteren Zeit Oktober/November sich vom Inselinneren zum Meer begeben, um ein geeignetes Männchen für die Paarung zu finden; dann geht der Weg wieder zurück. In dieses Zeit sind die Straßen und Wege übersäät mit den roten Krabben, die sich zur Not auch einen Weg durch ein Wohnhaus bahnen. Sie sind jedenfalls nicht aufzuhalten und dürfen auch nicht aufgehalten werden; Autos müssen anhalten und um sie herumfahren. Sie stehen unter strengem Naturschutz. Man treibt einen großen Aufwand mit angelegten Brücken und Tunneln über die Straßen; ähnlich den bei uns gebauten Wegen für die Krötenwanderung und Übergänge für Wildwechsel. Leider sind wir etwas zu früh im Jahr dort und können das Schauspiel nicht erleben. Aber auf einer Rundtour über die Insel finden wir doch einige Exemplare dieser roten und auch blauen Krabben im Dschungel der Insel, wo viel Feuchtigkeit vorhanden ist, wie zum Beispiel an Wasserfällen.

Es gibt einige schöne Strände auf Christmas Island, aber auch schroffen Steilküsten vukanischenn Ursprungs. Wir besuchten die Blowholes am Steilufer, die im Rhythmus der Brandung Fontänen von steil aufspritzenden Wasser verursachen, begleitet von tiefen, schlürfenden Seufzern und donnernden Geräuschexplosionen. Der größte Arbeitgeber ist eine wieder eröffnete Phosphatmine, wo immerhin 300 Einwohner tätig sind. Irgendwie scheint sich der Abbau wieder zu lohnen. Da über 60% der Insel zum Nationalpark erklärt wurde, wird allerdings überlegt, die Mine zu schließen, da der Abbau die Natur zerstört.

Für die Bewohner der Insel ist die jährliche Ankunft der World ARC ein kleiner Höhepunkt. Neben den Booten der ARC finden nur rund 20 weitere Yachten jährlich den Weg zu der Insel. Das liegt sicher auch daran, dass man den ganzen „Zirkus“ mit der australischen Immigration erneut über sich ergehen lassen muss. Dank der guten Organisation der ARC war das für uns allerdings kein Problem. Bei Südostwind ist die Ankerbucht ausreichend geschützt, allerdings liegt ziemlich störender Schwell in der Bucht. Da nur 7 Mooringbojen vorhanden sind, müssen die Boote zusammen liegen. Dabei sind an 4 Booten der Flotte erhebliche Schäden entstanden.

Nach knapp drei Tagen sind wir weiter Richtung Cocos Keeling Island. Wir sind etwas länger geblieben als die vorgeschriebenen 48h, da wir auf Viktor von Rallycontrol gewartet haben. Er begleitet uns für die knapp 3 Tage. Hier haben wir einen längeren Stopp von immerhin 6 Tagen; dann starten wir Richtung Mauritius.

Bis bald Eure GarliXe