Tour: Vigo/ Galicien – Portugal: Viano do Castelo (hier Enercon- Werk)— Povoa de Varzim (ARC Hafen-50%Rabatt) – Porto (Deuro Marina – 50% Rabatt) – 97sm

Porto: gehört zu den ältesten europäischen Städten – wird auch als „Hauptstadt des Nordens“ bezeichnet: 3. größte Stadt Portugals, 237.000 Einwohner, seit 1996 gehört das Nordufer von Porto zum Weltkulturerbe

Fotos: Viano do Castelo (hier Enercon- Werk)— Povoa de Varzim – Porto

Wirklich jedes Land hätte es nach der Lebensfreude von Galicien im Vergleich schwer. Deswegen waren wir sehr gespannt auf des nächste Land. Wir segeln nach Portugal. Der Wind hat sich gegen uns gewendet – sowohl in der Stärke (zuwenig), als auch in der Richtung (S bis SSW). Hätten wir ja nie gedacht, dass wir auf dem Atlantik auf Wind warten. Sicherlich kommt das dicke Ende noch… aber jetzt ist es unglaublich angenehm auf diesen langen Schaukelwellen gegen an zu Segeln. Es gibt sicherlich kaum jemanden, der gerne auf der Ostsee gegen 20kn an kämpft. Die Wellen dort sind kurz und abgehackt. Hier werden wir sanft nach oben gehoben und nach unten wieder abgesetzt. Optisch sieht das zwar eher komisch aus… aber da muss man streng die Verbindung zwischen Magen und Augen kappen-)). Uns geht es gut dabei.

In Portugal fällt uns bisher auf… die Häfen sind einfach top!! Ich glaube, seit wir aus Deutschland abgefahren sind, können wir die Häfen, in denen wir nicht von einem freundlichen Menschen der Marina empfangen wurden, an einer Hand abzählen. Wirklich immer steht jemand auf dem Steg, zeigt uns den richtigen Platz und hilft bis zum Anlegen. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Befreit vom ARC Rabatt liegen sie bisher bei 15,50€/30,50€ und 48€. Letzteres ist echt viel – aber es steckt auch eine Menge Service dahinter; bis zu den ungefragten Brötchen heute früh an Deck.  Alle Häfen sind verschlossen und bewacht – ein gutes Gefühl.

Jetzt mal kurz zum Datenschutz!! Die Datenschützer in Deutschland würden im Sturm auflaufen… Seitdem wir außerhalb von Deutschland sind, sind wir positiv überrascht, dass überall die Eigentumsverhältnisse und der Versicherungsschutz von unserem Boot überprüft wird. Kennt Ihr das in Deutschland – oder Skandinavien? Wir nicht – und finden es eher gut. In Portugal wird im ersten Hafen alles gescannt (Versicherung, Pässe, Eigentumsnachweis) und der nächste Hafen hat es im Netz. In einem Hafen mussten wir dazu unseren Fingerabdruck „abgeben“. Ohne diesen öffnet sich nicht das Tor zum Steg. Wir werden also computertechnisch durch Portugal geleitet.

So wie wir sind – suchen wir in jedem Ort die zweite und dritte Reihe. Wir wollen nicht nur das nette Gesicht der Stadt für die Urlauber. Nun… da sieht es hier dann anders aus. Überall sehen wir den absolut hohen Sanierungsbedarf der Städte… historische Altstadt muss eben nicht automatisch heißen, dass alles schön ist. Nach dem quirligen Leben in Spanien fehlen hier die Menschen in den Gassen. Die Gassen sind leer. Portos Nordufer gehört zum Weltkulturerbe – konzentriert dort sind die Menschen – wohl eher die Urlauber. Kurz dahinter sieht die Welt ein wenig anders aus. Aber egal in welchen Ort wir kommen, die Kirchen sind voller Pracht!!

Auffallend ist, dass auch hier die Menschen ausgesprochen freundlich sind. Wir fühlen uns empfangen.

In Viano de Castelo – im ersten portugiesische Hafen – werden wir von einer Zweigstelle der Firma Enercon empfangen!! Sieht ein wenig aus, wie Magdeburg Rothensee.

Wir wandeln also durch die Gassen, suchen nette Plätzchen, um den angepriesenen Portwein zu trinken. Das ist sicherlich Geschmacksache… mir ist er eher zu süß. Aber natürlich müssen diverse Fläschen an Bord ihr neues zu Hause finden. Wir bleiben noch eine Weile – irgendwann wird der Wind ja drehen.

Noch was Wichtiges… wir konnten unser Butan tauschen. Fragen hilft ja meistens weiter im Leben… In Viano de Castelo wurden uns die Flaschen bis ans Boot gebracht – Stück für 15 EUR. Also – wir können weiter unseren Kaffee kochen.

Bis später – Eure GarliXe