20.6.15 Standort Vanua Levu/ Savusavu

Erinnert Ihr Euch, Mitte März ist über Vanuatu der Zyklon „Pam“ mit Windgeschwindigkeiten von 250-300 km/h drüber weg gezogen und hat die Inseln und viele Menschenleben zerstört. Wir waren damals auf dem Weg von den Galapagos nach Hiva Oa. So einige besorgte Mails erreichten uns; aber wir waren weit genug entfernt.

Jetzt sind diese Inseln unser nächstes Ziel. Am 4. Juli starten wir von Fiji aus Richtung Vanuatu nach Tanna und dann nach Port Vila. Da Vanuatu seit Jahren das Ziel ist für die ARC Fleet, hat die ARC eine große Spendenaktion gestartet. Die ARC hat direkt 10 TUS Dollar gespendet und uns als ARC Boote die Aufgabe gegeben, für 5.000 US Dollar notwendige Dinge einzukaufen.

Dafür erreichte uns eine Wunschliste… je 40 Hammer, Äxte, Sägen, je 25kg Nägel der unterschiedlichen Größe, Planen, Zelte, Leinen, Haushaltsdinge, Kleidung, 15 Töpfe Größe 36l (hab’t Ihr eine Ahnung, wie groß das ist??!!), 18 Matratzen (single und double), Gefrierschrank, Kühlschränke, Rasenmäher usw..  Also, wir sind ja „nur“ Boote, keine LKW’s – wie sollen wir dieses Problem lösen? Etwas ungläubig haben wir uns die Liste angeschaut und sind dann gestartet… sicher auch sehr zur Freude der einheimischen Läden hier in Savusavu in Fiji.

Jeder von uns denkt anders… also in anderen Währungen. Wir kaufen ein in Fijidollar, aber die ARC Teilnehmer denken in Euro, Pfund oder US-Dollar. Es ging los in Möbelhäuser und Baumärkte…was hier eben als solches bezeichnet wird. Die altbewährte Exceltabelle musste her, abgewogen werden, was wir kaufen, was nicht. Alles mit dem aktuellen Kurs umgerechnet werden usw.

Anfangs waren wir etwas zögerlich…Matratzen? – bitte wohin soll das denn. Aber da haben wir unsere teilnehmenden Katamarane völlig unterschätzt. Nach 5 Matratzen meinten sie… 10 weitere können noch her… incl. Bettzeug. Wisst Ihr, wie schwer, 40 große Äxte, Hammer und Sägen sind – kein Problem – alles bei Makena mit rein. Nur bei den Gefrier- und Kühlschränken haben wir gestreikt, dass ging nicht mehr. Nach zwei Tagen waren wir fertig und sind ein wenig stolz drauf.

Die Töpfe (immerhin 55cm Durchmesser, 28cm Höhe) kauft jedes Boot allein und füllt ihn mit Essen, Kleidung o.ä.. Schon diese Größe überfordert hier so manches Boot. Wir sind auch gespannt, was man mit solch einer Menge an großen Töpfen macht – jedes Dorf bekommt wohl einen Gemeinschaftstopf.

Nicht nur dadurch verging die Zeit hier in Savusavu sehr schnell und morgen starten wir zur Fiji – Hauptinsel Vanu Levu, wo wir eigentlich schon am Montag einen Sliptermin haben. Aber das Wetter  hat uns hier festgehalten. Von Neuseeland kam schlechtes Wetter mit anhaltendem Vielwind von 35-40kn Wind. Nichts, was Freude macht. Wir lagen hier sehr gut geschützt. Wie ist es hier? …very busy… ein Mix aus Polynesier und Inder, was auch den Hauptkonflikt von Fiji beschreibt. Die Inder umfassen fast 40% der Bevölkerung. Einen tut sie aber eine erfrischende Freundlichkeit; nur eben nicht miteinander. Übrigens, die männlichen Kellner tragen hier Röcke… sieht gar nicht so dumm aus.

Wir melden uns wieder – Eure GarliXe