14.11.15 Richards Bay/ Wir waren zwei Tage in einer Safari Lodge… und ja, es war ein wenig wie in dem bekannten Film „Jenseits von Afrika“.

Da sitzen wir dort an der Bar; alle Räume sind offen und wir schauen in die vertrocknete Natur… und zack – besucht uns eine Affenfamilie. Es ist ein seltener Moment der totalen Stille. Die Affen kommen immer dichter, setzen sich – schauen, trinken aus dem Pool, putzen und entlausen sich. An einigen Müttern hängen ganz dicht die Babys, bei den Ausflügen der Babys versammelt sich die Familie um die Kinder; alle schützen sie. Um uns sind diese Afrika – Tiergeräusche; wow; welch’ ein Moment. Eindeutig die Männchen der Familie sind viel mutiger…sie kommen immer dichter. Und ab geht es auf die Bar, hinter die Bar, auf die Tische und Sessel – sie sind neugierig – was wollt ihr hier?

Die Lodge – www.thulathula.com – ist einfach so, wie man sich so etwas vorstellt. Wir sind unterwegs mit zwei Ranger, die ansteckend sind mit ihrer Begeisterung für ihren Job.

Plötzlich Elefanten – aber nicht weit weg oder nur einer – nein, um uns sind 23 freie Elefanten. Man, ist das alles sicher?! Wir erleben keinen Moment der Angst oder Unsicherheit; die Ranger wissen, was sie tuen. Wir dürfen keine Fotos von ihnen und den nahen Elefanten machen. Es soll keinen Anreiz zum Missbrauch geben (Ranger ganz dicht = Abschuss möglich?!). Wusstet ihr, dass sich die Zähne der Elefanten 6x erneuern; danach können sie ihre Nahrung nicht mehr aufnehmen und sterben. Sie benötigen jeden Tag 120l Wasser und 300kg vegetarische Nahrung. Sie sind Tag und Nacht auf Nahrungssuche und schlafen zwischendurch nur 5-15 Minuten.

Dann dürfen wir wieder nicht fotografieren; wir kommen zu zwei Nashörner, die von zwei bewaffneten Ranger 24h am Tag bewacht werden. Es ist so billig und simple…aber sie werden vorwiegend von asiatischen Jägern wegen ihrem Horn abgeschossen. Im Zeitalter von Viagra gelten diese Hörner immer noch als Potenz fördernd. Welch ein Irrsinn.

Weiter geht es zu den Giraffen; sie luchsen über die Bäume – hallo, wer da? Sie sind so majestätisch, wirken so erhaben. Auch hier ein ganze Herde, nicht nur am Horizont mal eins zwei.

Dann sind wir zwei Stunden mit den Ranger durch die trockene Natur gewandert; versuchten Spuren zu lesen und fette Spinnen aus ihren Löchern zu locken. Überhaupt leidet hier alles unter der Wasserarmut. Auf die Frage, wann es das letzte Mal richtig geregnet hat, weiß kaum jemand eine Antwort. Die breiten Flüsse sind leer; nichts mehr da. Für uns unvorstellbar und ungläubig der Anblick der Frauen, die auf ihrem Kopf große Behälter mit Wasser weit weit transportieren. Mit diesem Wissen werden sich wohl die Badewannen in der Lodge niemals füllen; welch eine Wasserverschwendung.

Für uns waren diese zwei Tage ein tolles tolles Erlebnis; wir glauben, dass das AFRIKA IST!!

Auch für uns fast ungewohnt ist jetzt die Tatsache, dass die zuverlässigen Passatwinde vorbei sind; hier hat das Barometer was zu tuen, es geht hoch und runter. Wir warten auf Nordwind, um dann Richtung Kapstadt zu starten. Ein wenig sind wir schon froh, wenn wir dort in der Waterfront Marina liegen, die Brücken zu gehen und wir für ein paar Wochen auf keine Wetter & Co. Daten achten müssen.

Passt Ihr noch mehr auf Euch auf; wir sind traurig über die Anschläge in Paris und in Gedanken sind wir dort. Die Welt rückt zusammen; hoffentlich. Eure GarliXe