Tour: Salvador nach Fortaleza, Seemeilen gesamt ca. 820, noch ca. 720

Fotos: Eindrücke von Rio de Janeiro

24.2.16: Wir sind zurück, haben uns wieder eingerichtet auf unser GARLIX und sind tief dankbar, dass es sich wieder nach zu Hause anfühlt.  Ja, wie geben es zu. So richtig warm geworden sind wir nicht mit dem Erlebten in Brasilien. Wir haben uns ja echt Mühe gegeben; waren 12 Tage im Inland unterwegs, aber irgendwie: Es fühlt sich an wie…“Wir freuen uns ganz riesig, wenn du uns besuchst, aber schließe bitte alle Wertsachen weg und gehe nicht allein auf die Straße. Es könnte sein, dass wir dich bestehlen oder angreifen“. Da will sich die Ankommensfreude irgendwie nicht weiter ausbreiten. Im Gegenteil, die überall präsente und schwer bewaffnete Polizei hat uns deutlich gemacht, dass das mit der Drohung echt ernst zu nehmen ist.

Schon in Südafrika waren wir von der „Renaissance der Pförtnerhäuschen“, den ständigen Kontrollen geschockt. Aber gegenüber Brasilien war das noch stümperhaft; irgendwie fast freundlich. Selbst zum Restaurant, was nur 1km entfernt ist, sollten wir mit Taxi fahren. Nach dem Restaurantbesuch wurden wir vom Kellner bis zum Taxi begleitet, damit wir auch sicher dort ankommen. Klingt doch krass übertrieben. Auch die Taxifahrt ist nicht ungefährlich, wenn der Fahrer (immer) mit 90-120km/h hupend und kurvend dem Ziel entgegen rast.

Unsere „letzte Station“ war Rio de Janeiro. Hier atmet noch der „Hauch der Geschichte“. Originale portugiesische Kolonialhäuser – seit 100 Jahren nichts gemacht. Natürlich gibt es auch die gut erhaltenen „Perlen“, die überteuren Appartements, aber diese allgegenwärtige Armut und Aggressivität ist bedrückend. Wir können die Proteste der Bevölkerung zur Fußballweltmeisterschaft 2014 sehr gut verstehen. Diese Stadt, dieses Land benötigt andere Dinge wichtiger als neue Sportstätten. Mit mehr Interesse als sonst werden wir die Berichtserstattung zur diesjährigen Sommerolympiade verfolgen.

Und über all dieses für uns Fremde liegt eine Hitze, die das Hirn lähmt. Wir sind ja schon Einiges gewöhnt, erleben seit 1,5 Jahren nur Sommer, aber das hier ist eine neue Qualität. Eine sofortige Ersparnis für das Land wäre auch, wenn die klimatisierten Räumlichkeiten nicht gleich Kühlschranktemperatur hätten.

Es ist nicht zu verheimlichen, wie gerne wir wieder gestartetsind. Mit einer ungewohnten nördlichen Kursrichtung sind wir nach Fortaleza unterwegs. Das ist die 5. größte Stadt Brasiliens im Norden des Landes. Von dort werden wir am 3. März Richtung Grenada starten. Wir sind mehr als bereit für neue Länder und gerade freuen wir uns sehr über die nördliche (Europe)richtung.

Also, es muss ja nicht alles „rosa rot“ sein – Brasilien war es nicht. Sucht den Frühling zu Hause; bald ist er da. Eure GarliXe