Nach dem stuermischen Beginn dieser Tour hat sich das Wetter voellig gewandelt. Weg ist der Wind, einfach weg und es herrscht absolute Stille. Ohne den Strom von rd. 2kn wuerden wir kaum noch vorwaerts kommen. Haben wir die Wetter – Grib – Daten doch falsch eingeschaetzt?

Die Boote die Richtung Süden gesegelt sind, scheinen mehr Wind zu haben. Doch was nuetzt es, mit den Worten von SY Makena gesprochen: „wir haben gut Wind, wenn wir aber so weiter fahren, kommen wir in Chile an“. Wir müssen hier durch – so ganz unerwartet kam es ja nicht.  Also sind wir mit Motor rd. 20h durch die windstillen Gebiete „geknattert“. Da schaut man sich schon mal besorgt den Diesel – Pegel – Stand an, bei 200l im Tank und 100l Reserve koennen wir nicht bis Galapagos motoren. Bei den taeglichen Funkrunden tauschen wir die Wetterdaten aus: Wer hat Wind??? Wir haben alle das gleiche Problem und haben uns damit arrangiert.

Das hat ja auch Vorteile: die Batterien werden gut geladen, wir koennen ungebremst Wasser machen, dadurch Waesche waschen, umfangreich duschen, wunderbar kochen und im eigenen Bett schlafen. Ansonsten schlafen wir, wenn wir unterwegs sind in den achtern Kojen – da schaukelt es weniger. Aber bei solch einem sanften „hin und her“ koennen wir auch vorne schlafen – sehr schoen!! Am Abend von Tag 3 kam etwas Wind: 8 – 10kn aus Sued; womit wir das einzige Boot sind, was Suedwind hat. Aber – das ist der Wind fuer unser Boot. Wir segeln hoch am Wind und pfeifen jetzt mit gut 8-9 kn Richtung Galapagos (2kn davon bringt der Strom).

Dann haben wir wieder Besuch bekommen: von dem fetten Vogel auf unserem Windgeber oben im Mast wollen wir gar nicht reden, nein, es kamen dicke Delfine vorbei. Diese sind hier bald doppelt so groß wie im Atlantik- sehr schoener Anblick!

Ansonsten ist nicht viel los: so das Uebliche eben. Segellatten sind gebrochen (bloed – nach x Monaten segeln wir hart am Wind und dann ohne Latten). Aber – toi, toi, toi – keine großen weiteren Katastrophen. Es geht uns sehr gut, hat eben auch was mystisches, solch ein stiller Ozean.  Ach, ganz am Ende muss ich noch eine Korrektur des letzten Blogs reinbringen. Unsere Top – Speed war nicht „nur“ 17,4kn sondern 19,1kn am ersten Tag. Ich finde das ja nicht ganz so wichtig, aber andere an Bord…. mmh – Ihr wisst schon.

Bis demnächst – Eure GarliXe