Das ist jetzt mehr solch ein Jens-Blog! Technik – Was war gut?  Was ist Verbesserungswürdig? Was hat ein Bienchen verdient?

Energie: Bei dieser langen Strecke muss man von Beginn an auf den Ladezustand mehr aufpassen. Wir haben vier Energiemöglichkeiten.

1) Motor: wollen wir nur zur größten Not nutzen – wir sind ja Segler!!

2) Watt&Sea – hat klasse funktioniert; ausgeglichen ist incl. Watermaker der Energiehaushalt aber erst bei 7,5kn Geschwindigkeit – was wir nun mal nicht immer haben. Ausserdem ist er als Geräuschkulisse am Heck teilweise zu laut (für mich).

3) Solar: Die Sonnenzeit ist relativ kurz und für eine lange Zeit am Tag ist die Sonne vor dem Segel. Würde insgesamt absolut nicht ausreichen.

4) Honda – Generator: ist laut und stinkt, aber sehr wichtig als Joker. Der Ladezustand wurde mindestens alle 2h überwacht (Bordbuch). Wir sind gut ausgekommen, mussten aber aufpassen.

Wasser: Solch ein Watermaker ist eine Wohltat!!! Wir mussten einfach bzgl. des Verbrauchs nicht besonders aufpassen (nur eben wegen dem Energieverbrauch). Aus unserer Sicht ein unbedingtes “Muss”. Nur mal nebenbei -es ist hier absolut heiß, 1-2x duschen am Tag ist einfach herrlich!!

Was ist kaputt gegangen?·

  • Segellatten, aufgrund Materialfehler. Konnten wir aber reparieren – Harz und Carbon war an Bord.·
  • Schekel und Blöcke: sind aufgegangen (Vorliek, Niederholer); sind gebrochen (Umlenkung von der Bullentailie, Umlenkung der Teakleine, Niederholerblock)   Fazit: täglicher Riggcheck ist unbedingt notwendig!!!· 
  • Leine vom Lazyjack: ist vom schlagenden Segel gerissen.

Besegelung:Unsere Passatbesegelung: ausgebaumter CodeZero (80qm), Fock relativ dicht (40qm), Großsegel (60qm), geht recht gut bis 25kn Wind – besser weniger, wenn mehr Wind – dann baumen wir nur die Fock aus. Insgesamt hat das gut funktioniert, da auch größtenteils von achtern zu bedienen. Der Genacker ist nur bedingt nutzbar – meistens zu achterlicher Wind, oder zu hohe Wellen.

Windanzeiger Raymarine: Steigt ab und zu aus – wahrscheinlich sind die Kontakte feucht.

Verbesserungen:·

  • Bullentaile: muss von achtern aus zu bedienen sein von Backbord und von Steuerbord ·
  • Lazyjack: System muss verändert werden – wollen wir vom Cockpit aus bedienen. Ganz weg binden ist keine Lösung, beim schnellen Segel bergen wird es benötigt. ·
  • Bord-PC: Den Verschleiss der Rechner hätten wir so nicht erwartet. Wir haben vier Laptops mit – 2x Windows, 2x Apple. Nur mit Windows läuft Kurzwelle. Ein Rechner davon ließ sich nicht mehr hochfahren – geht jetzt wieder, hat aber Wochen gedauert. Ein Applerechner wurde geflutet – dumm gelaufen. Fazit – ein richtiger fest eingebauter Bord-PC wäre richtig gut.

Bienchen:·

  • Autopilot: Dicke Bienchen für den Autopiloten!!! Zu 98% steuerte er!! ·
  • GARLIX: Noch mehr Bienchen für unsere XP – durchaus sportlich, aber niemals unsicher.

Fazit: Alles in Allem gab es keine großen Schäden oder Ausfälle. Das Boot hat Klasse funktioniert!