Kolumbien: nördlich Südamerika, Zeitzone: UTC -5h, Geld: 1 EUR = 3.000 COP, Sprache: Spanisch, Hauptstadt: Bogota, Einwohnerzahl: knapp 49 Mill, Küstenlinie: Atlantik ca. 1626km, Pazifik 1.448km, höchstes Küstengebirge der Welt = 5.775m hoch = Sierra Nevada de Santa Marta… dorthin sind wir gesegelt!!

Santa Marta: Einwohner ca. 415.000, ca. 20% Arbeitslosigkeit, blitzneue Marina, kein Bootsausrüster, eben eine große Stadt… aber ganz anders als in Deutschland…- ist ja klar

Manchmal denken wir… oh, ist das anstrengend. Fünf Tage Hafenaufenthalt bedeutet auch absolute „Druckbetankung“ an Erlebnissen. Die Organisation der ARC ist hervorragend… uns bleibt nur das „managen“ der einzelnen Touren, Reparaturen am Boot, Einkaufen, Wäsche waschen und „Luft schnappen“ und dann wieder los.

Die Boote der ARC sind alle „mehr oder weniger“ heil im Abstand von max. 2 Tagen hier angekommen. „Mehr oder weniger“, da uns bisher kein Boot bekannt ist, was keine Reparaturen vornehmen muss. Vom  Furler (Einroller für die Fock), Autopilot, Bimini, kaputter Spibaum… alles ist dabei. Nicht nur für die Crews war Leg 1 anstrengend – auch die Boote haben tapfer gekämpft und wurden stark beansprucht.

Deutlich ist hier zu merken, dass wir als ARC Flotte erstmalig diese Marina anlaufen; es ist ein echtes – und gut organisiertes – Highlight für diese Stadt.

Am zweiten Tag sind wir zu eine 120 Jahre alte Kaffeeplantage gefahren. 120 Jahre ist auch der gut gepflegte Maschinenpark alt. Interessant ist, dass die Eigner in zweiter Generation Deutsche sind. Angesichts der vielen Mühe und Arbeit ist der Kaffeepreis in Deutschland „unanständig“… viel zu billig. Gerne hätten wir unseren Freunden und Familie Kaffee nach Hause geschickt… ehrlich gesagt, gekauft haben wir ihn auch. Erst danach haben wir uns erkundigt, was das mit DHL kostet. Der Versand von 4kg kostet umgerechnet 150 EUR (wirklich!!), ausserdem dürften wir sowieso nur max. 1kg mit Kaufnachweis versenden. Nun – jetzt müssen wir morgen eine Kaffeemühle suchen (es sind nämlich Kaffeebohnen!!) und den vielen Kaffee selber trinken.

Gestern Abend haben wir uns ein wenig „abgeseilt“ aus der guten Organisation der ARC und waren in der City die Kneipen besuchen. Haben wir uns wohl gefühlt… es war wie ein Stück galicisches Flair. Die Tische waren auf der Strasse, die Strassenmusiker spielten – ein sehr schöner Abend.

Am Dienstag starten wir wieder… diesmal heißt es nicht schnell segeln, sondern die ca. 300sm müssen auf rund 42 Stunden aufgeteilt werden. Wir müssen zwingend im Hellen dort ankommen.

Hatten wir eigentlich schon berichtet, dass es hier aufgrund der hohen Berge immer ganz schön windig ist? Das hohe Gebirge bringt die Passatwinde etwas durcheinander… nun, wir werden berichten.

Bis dahin – Eure GarliXe