Fotos: Fowey/ Cornwell – Südengland

Ihr Lieben, ich sitze in unserer Plicht – noch sind wir in Fowey/ Cornwall – um uns herum findet die – Nationen verbindende – Mittwochsregatta statt. Mitten in dieser Mündung – rd. 100 weitere Boote hängen um uns herum an den Moorings – und dann diese vielen kleinen Jollen. Ein Augenblick… zum Hierbleiben – einfach zum Verweilen. Ganz unwirklich – und die Zeit der „148 Mails checken“ rutscht gerade sehr weit weg.

Es ist auch Zeit, um ein kleines Fazit zu schreiben. Wie war es bisher – wie war es in diesem Südengland.

Wir wurden bisher verwöhnt – ja fast beschenkt. Vom Wetter, der Gegend und den Menschen. Das was wir erlebt haben, war „very british“. Fast alle Klischees wurden erfüllt; nur das vom schlechten Essen nicht. Insgesamt waren wir 15 Tage in Südengland… also war’s letztlich nur ein kurzer Abriss. Einfach kultig sind die alten Pubs mit den verklebten Böden. Ein Bier bekommt man nur „mit Berg“ – deswegen klebt der „Peks” von Ewig dran. Gibt auch interessante Getränke… Ginger Beer und Cidre. Nun waren wir natürlich auch in den historisch und kulturell interessanten Gegenden…diese alten Gemäuer reden mit uns…

„Ins Auge“ springen die hohen Hafengebühren. Tja, dass war bitter. Aber letztlich glaube ich nicht, dass sich diese Häfen rechnen können. Was in Deutschland mit roten (besetzt) und grünen (frei) Schildern geregelt wird, wird in England von einer „Armada“ von Menschen organisiert. Erste Hürde – per Funk anmelden und – wenn man’s denn versteht – einen Platz zuweisen lassen. Das Anmelden ging ja noch… doch per Funk habe ich kein Wort verstanden. Alles „Can you repeat, please“ und „Can you speak slowly“, hat nicht geholfen. „Repeatet“ wurde ja noch, aber in unverminderter Länge und Geschwindigkeit. Nun gut – wir haben sie per Funk weiter reden lassen und uns einfach irgendwo hingelegt. Dann muss man das natürlich mit dem Harbour office direkt regeln. Dort wurden wir regelmäßig von ausgesprochen freundlichem und von sehr viel Personal empfangen. Häufig adrett in Uniform. Jeder Hafen war absolut sicher. Mindestens waren die Stege verschlossen mit einer Codetür, in Portsmouth war das Harbour office sogar Tag und Nacht besetzt und wir mussten uns dort anmelden.

Dann die Sanitärbereiche… holla – bald besser als zu Hause.

Einige Häfen hatten auch einen Yachtclub. Solch elitären Räumlichkeiten mit fetten Ledermöbeln, Wifi – Anschluss  und einer Bar. Auch dass muss von den Hafengebühren subventioniert werden… kann sich allein nicht tragen.    Also insgesamt teuer – aber die Leistung stimmte dazu.

Manchmal bezahlt man wohl auch für die Gegend. In Fowey hingen wir an einer Mooring für 29 Pfund…naja…

Und überhaupt diese Landschaft. Schaut mal einen Rosamunde Pilcher Film (… wenn’s zu peinlich ist, dann eben heimlich…) – genauso ist es, an dieser Südküste lang zu segeln. Da haben sich „Gott und seine Helfer“ richtig Mühe gegeben. Wir mögen Rügen, aber das ist nichts dagegen.  Und das ganze Glück dauert 100te Meilen – immer wieder. Ist für einen drei wöchigen Urlaub aus Deutschland etwas weit -sonst würde ich frech sagen… traut Euch – wird gut!!