NOK: Bau 1887 – 1895; neue Schleusen 1908 – 1914; 99 km lang, rd. 40.000 Schiffe jährlich (ohne Sportboote); 2014 – 2021 Bau einer 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel; im Vergleich dazu der Panamakanal: 81,6 km lang und 15.000 Schiffe jährlich

Der „Himmel weint“ als wir am 8. Juli ins Auto steigen – in Wahrheit regnet es aus „Eimern“. Es gibt bessere Startmomente – aber das regelt sich am Abend… Fußballweltmeisterschaft Deutschland gegen Brasilien 7:1; die Sonne kommt zurück und bleibt. Nach dem zwei neue Mannschaftsmitglieder an Bord kommen – ein dicker Spibaum und ein neues Segel (Code Zero) starten wir bei Bilderbuchwetter Richtung Kiel… noch kennen wir den Weg und die Kneipen.

Dann wie geplant der Nord – Ostsee – Kanal… für viele Leser wird das lapidar sein – für uns ist es ein Wendepunkt. Ab jetzt ist alles was wir machen neu. Auch diese Einfahrt und Durchfahrt durch den NOK. Noch sind wir nicht allein – wir werden begleitet von unseren „Schnitzelfreunden“ und manchmal schleicht sich „Freund Fuzzi“ auf die Schulter und stellt uns heimlich die Frage, was wir hier machen. Wir glauben dem Spruch „Wer über die Schwelle ist, hat die Reise halb getan.“ Solch ein Losfahren ist eindeutig eine Schwelle.

Die Durchfahrt durch den NOK ist keine seglerische Meisterleistung (der Motor muss trotz erlaubter Segel immer standby bleiben); nur sollte man wissen, dass es nicht soviel Anlegemöglichkeiten gibt.

In Brunsbüttel werden unsere Sektreserven restlos geleert… wir sollten es einfach nicht Abschied nennen; eher die Möglichkeit für Familie und Freunde selbst aus dem Alltag auszubrechen und uns ein Stück zu begleiten… nicht nur am Rechner.

Nun liegen wir in Brunsbüttel; warten auf den richtigen Wind; bauen und basteln weiter an der Technik, lernen Englisch… was schon hier im Hafen bitter nötig ist – der Anteil der Holländer und Dänen überwiegt den einheimischen Booten.

Eine Planänderung gibt es schon… Helgoland lassen wir ausfallen. Bis demnächst – Eure GarliXe

Ach ja – die Kuh… das bleibt vorerst ein Geheimnis… ich such’ erstmal einen Namen. DANKE