Ich möchte versuchen, Euch zu beschreiben, wie es hier auf St. Lucia in der Karibik ist.
… Ist es nun diese begehrenswerte Postkartenschönheit? – diese sorglos erscheinende Natur?

Es ist warm!
Zunächst einmal ist es hier warm… und das ist nicht zu unterschätzen. Man sitzt und schwitzt… das ist nicht immer schön – zumindest, wenn es windstill ist. Wir sind aber jetzt schon soweit, dass wir es bei 28° C angenehm finden. In der Nacht braucht man keine Decke, nur den Bezug zum „festhalten“. Kalte Füße sind ein positives und erzählenswertes Ereignis… Also – auf ewige Dauer wäre das für uns wohl nichts – dafür sind wir zu sehr an unsere Jahreszeiten gewöhnt.

Diese Natur!
Es ist wie auf den Postkarten… echt so blau – grün – sauberes – warmes Wasser, die bei Wind angenehme Wärme, der „ab und zu“ kräftige Regen, der aber irgendwie gleich wieder verdampft. Den aber die Natur so dankbar aufnimmt, dass sie uns ihre ganze grüne Pracht zeigt. Das alles versetzt uns natürlich in eine Hoch – Urlaubsstimmung!!
ABER… das ist vielleicht nicht so überraschend… aber irgendwie doch immer wieder… ruck zuck wechselt das Wetter – von Sonne zum Regen… mit teilweise kräftigem Wind. Also – aufpassen ist angesagt!

12h Rhythmus
Unser Hirn ist auf „warm = lange hell“ programmiert. Da erlebt das Hirn tägliche Enttäuschungen. Um 18:00 ist es dunkel – und zwar richtig dunkel!! Also benötigen wir dann immer Licht – oder eben wir gehen zeitig in die Koje…. was wir auch immer tuen.

Wie wurden wir empfangen
Wir wurden empfangen von lachenden und freundlichen Menschen; mit einem Musik – Rhythmus – Gefühl … der „absolute Hammer“. Die Menschen trommeln in solche Art Blechschüsseln – „Steel – Pan Drums“; kann man dazu gut tanzen!!! Für unsere etwas herbere (??) deutsche Art ist es manchmal komisch… „kennen wir den Menschen, der uns da so freundlich anquatscht…?“
Insgesamt hat uns hier ein „Servicekonzept“ empfangen, was wir so kaum bisher erlebt haben. Von der Wäsche, die vom Boot abgeholt wird und am selben Tag gewaschen und gebügelt zurückgebracht wird, der Brötchen- und Obstservice am Boot, bis hin zur Innen – und Außenreinigung des Bootes. Wenn jemand denkt, hier gibt es irgendetwas nicht, der hat sich getäuscht. Es gibt alles – soweit man es auch bezahlen kann.

Was kostet hier das Leben so?
Die Liegeplatzpreise ähneln wohl denen in Spanien – nicht billig, aber es gibt teurere Orte auf der Welt. Die Kosten für Lebensmittel überraschen uns – und es entsteht schon die Frage, wie das die Menschen hier bei dem örtlichen Lohngefüge bezahlen können.
Bei den Gastronomiepreisen gibt es enorme Unterschiede zwischen „local“ und hier im Hafen. Hier im Hafen … ist es ähnlich den deutschen Preisen.
Die Preise für Handwerksarbeiten sind ganz schön happig – allerdings günstiger als in Deutschland.

Fühlen wir uns sicher?
Hier im Hafen… eindeutig ja. Mehr Sicherheitspersonal wäre kaum möglich. Das „sichere Gefühl“ lässt aber schon etwas an der Mooringboje nach. Da schließen wir schon mal die Luke von innen zu und haben die Bewegungsmelder von außen aktiviert. Das Hochgefühl ließ schon kräftig nach, als wir erfahren haben, das auf einem Katamaran der ARC+ Flotte in einer Ankerbucht eingebrochen wurde. Wir schließen uns also gerne mit anderen Booten zusammen.

Weihnachten nicht zu Hause?
Tja – klingt ja klasse… Weihnachten in der Karibik. Zweifelsohne – das ist es auch. ABER – Weihnachten ist hier nicht. Es gibt kitschige Weihnachtsbäume… aber bei 30-35° Hitze? Da kommt schon mal ein klein wenig Heimweh auf. Ein nett geschlürfter Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt (bei Schnee – Bitteschön) würde mir schon gefallen. Auch gute Ente mit Rotkraut und Apfelmuss von GuP… würde mich drüber freuen!! Nun, das kommt wieder und jetzt gehe ich einen Rum Punch trinken. Diesen trinkt man hier wie in England den Tee.
Bis bald wieder – Eure GarliXe