26. Juni 2016 Dublin / Ja, nach solch einer ungemütlichen Tour brauchen wir immer etwas, um aus unserer GARLIX und aus uns wieder richtige Menschen zu machen.

In Cork sind wir auf Empfehlung in den „kultigsten“ Hafen überhaupt gefahren. Wir waren im Cork City Harbor und „parkten“ damit direkt vor einigen der dortigen 160 Pub’s. Richtig – 160. Und in vielen Pubs bekommt man nur Bier, Wein und richtig gute Livemusik. Hat uns das dort gefallen; welch ein anderes Leben als auf dieser Nussschale in den letzten Tagen. Immer wieder – Ankommen ist intensiv. Nachdem wir aber ein paar Tage das Wetter hier beobachtet haben, entsteht auch der Verdacht, dass die Iren die Pub’s brauchen, um nicht rausgehen zu müssen. Wo bitte ist hier Sommer? Na gut, hier ist er nicht. Hier ist es kalt.

Nach einer – mit wenigen Sonnenstrahlen bespikten Rundtour („Ring of Kerry“) zur Westküste haben wir aber doch beschlossen, dass wir dieses Land mögen. Diese „kultigen“ freundlichen und aufgeschlossen Menschen, diese rauhe und schroffe Gegend; ist schon alles wie im Irischen Roman. Nur wandern mit Zelt auf dem Rücken sollte man einfach lassen. Eine Regenhusche kommt ganz sicher vorbei.

Am Abend haben wir im Pub gemeinsam mit den Iren das Spiel Nordirland gegen Deutschland gesehen. Da vereint sich das Land; die Fanlager waren klar geteilt. Aus Trost, weil die Nordiren verloren haben, haben wir eine Runde von unserem fast letzten Rostocker Kümmel spendiert. Damit die Iren auch mal merken, dass die Deutschen noch andere Dinge brauen können, als dieses hiesige Kultgetränk Jägermeister. Dabei entbrannte eine heiße Diskussion, wie man „Jägermeister“ im Englischen buchstabiert. Mmh.

Nach drei Tage verkriechen im scheinbar ruhigsten Hafen von Irland ging es weiter nach Dublin. Leider wieder eine Nachtfahrt; es waren 165sm. Hier kamen gestern Jens sein Sohn mit Freundin. Gerade mit Vanessa ein Wiedersehen nach zwei Jahren.

Wir sind deutlich auf der Zielgeraden. Und irgendwann schreibe ich noch einmal einen Blog, wie es ist, nach zwei Jahren nach Hause zurück zu kommen. Darüber denke ich noch ein wenig nach. Aber in der Summe gehört das Ankommen zum Losfahren; niemals war es frei von Überraschungen.

Wir suchen weiter ein paar Sonnenstrahlen. Bis bald – Eure GarliXe