Strecke: Rodney Bay / St. Lucia – Santa Martha / Kolumbien, 840 sm gesegelt / 103h /Durchschnitt 8,2 kn = unsere bisher schnellste Fahrt

Nun hatten wir die ganze Zeit so viel Wind…. und die letzten 20sm müssen wir wegen Windmangel doch noch motoren. Ist bloß blöd, dass „wenig Wind“ nicht gleichzeitig „wenig Wellen“ bedeutet.

Vor uns ist die Küste Kolumbiens – hohe Berge im Nebeldunst. Aber es ist ein schöner Anblick – wie wohl jedes Ankommen ein Erlebnis ist und alle Widrigkeiten der vergangenen Tage vergessen lässt.

Obwohl wir nicht soviel „Katastrophen“ verzeichnen können. Wir hatten wesentlich mehr Wind und höhere Wellen, als auf dem Atlantik, was das Leben an Bord entsprechend „lustig“ – soll heißen akrobatisch gestaltet hat. Wir hatten immer zwischen 18 – 30kn Wind und wir waren meistens mit gerefften Segeln unterwegs. Wir sind wirklich froh (Jens auch!!), dass unser Boot anlässlich dieser Tour die neu angebaute Heckklappe bekommen hat. Es ist vielleicht nur eine Scheinsicherheit…, aber das sind schon RICHTIGE Wellen, die von hinten so ankommen. Faszinierend ist, wie das Boot und die Selbststeueranlage das miteinander „managen“ – heißt „ausreiten“. Es hat uns keine Welle „böse“ erwischt. Manchmal schleicht sich angesichts dieser Wellen der Gedanke ein, wie man die Welt gegen den Wind umsegeln kann…das kann kein Vergnügen sein!

Gestern wurden wir von der Kolumbianischen Coastguard „besucht“… zumindest schien es so. Sie sind im Abstand von ca. 1m (wirklich!!) über uns drüber weggeflogen und haben über Funk unsere Daten abgefragt. Was sie wohl jetzt mit den Angaben GARLIX und MAGDEBURG anstellen?!

Die World ARC Flotte läuft diesen Hafen in Kolumbien zum ersten Mal an; bisher ging die erste Tour direkt bis zu den San Blas Inseln. Wir sind sehr gespannt drauf und auch froh, dass wir jetzt volle fünf Tage Zeit haben, um uns Land und Leute anzusehen. Ach, und dann müssen wir noch unsere GARLIX pflegen, die ihr Ding wirklich gut meistert.

Ankunft am 14.1.15 um 18:07 Ortszeit…. Leute… das war ein Empfang!!! Wir wurden begleitet und fotografiert von zwei Coastguard – Schiffen, denen wir angesichts des nicht ausreichend eingeschätzten Kapeffektes noch ein paar Aktionsfotos geliefert haben!! Nach der Zieldurchfahrt wollte das Großsegel nicht runterkommen… ist schon dumm; bloß gut, dass das wirklich eine geschützte Ecke war.

Im Hafen… der Steg war voll an Menschen; ist eben immer ein kleiner Heldentag solch ein Ankommen. Wir wurden sofort von der ARC in Empfang genommen, die Einklarierung wurde organisiert und wir saßen 2h später im guten Restaurant. Danke an die ARC!

Fazit: Boot und Mannschaft haben gut funktioniert. Niemand war Seekrank (was bin ich darüber froh!!!!), Englisch gelernt haben wir… ob’s was bringt, wissen wir nicht. Wir haben’s noch nicht satt = die Tour geht weiter. Bleibt dabei – bis dahin – Eure GarliXe

…übrigens… die Internetverbindung ist hier die BESTE seitdem wir Deutschland verlassen haben…cool!!!