Tour: Kapverden – St. Lucia / Karibik – noch 600sm

Vorgestern gab’s mal so einen Tag, vor dem uns viele gewarnt haben … “mit dem vielen Wind kommst Du besser klar, als mit dem wenigen Wind!”. Waren wir mit unseren Etmalen von 180-190sm etwas verwöhnt – sagt uns der Atlantik, “ich kann auch Weniger”.  Weniger bedeutet nicht nur, still und ohne Wind in der brütenden Hitze rum zu dümpeln, … still heißt genau dass, aber die noch vorhandenen Wellen veranstalten “Topfschlagen” im Boot. Alles kracht und wackelt unkontrolliert – sehr nervig.  Also gehen die Männer das wissenschaftlich an. Es wird das Wetterbuch rausgeholt… wo ist nun mehr Wind – zwischen den Wolkenbändern, östlich der Wolke? Es werden neue Wetterdaten geholt – nichts hilft. Letztlich machen wir das, was wir immer machen. Wir setzen den Genacker und segeln – allerdings mit 30° falschem Kurs. ABER – es segelt, Wind geht – alles fühlt sich besser an. Schnell wird noch errechnet, wie schnell wir segeln müssen, um den Wegepunkt mit dem falschen Kurs, mindestens in der gleichen Zeit zu erreichen, wie mit dem dümpelnden direkten Kurs. Auch das ist gut und die Stimmung wird besser.  Immerhin hatten wir noch 7-9kn wahren Wind – es war noch keine richtige Flaute. Diese stellen wir uns wahrlich nervig vor.

Vor uns liegen noch rd. 600sm – wird wohl nichts werden mit der Ankunft am Montag. Wir sind heute (28.11.) den 10. Tag auf See; langsam wird es groß – dieses Wasser.  An Bord ist alles gesund; auch der GARLIX geht es gut, auf die wir richtig stolz sind.

Bis bald – Eure GarliXe