Tour: Porto – Lissabon (aus 170sm direkt wurden rd. 240 gegen den Wind)

Fotos: unsere ersten Delphine

Zugegeben – es begann sehr sportlich. Unsere GarliX wurde ein Tauchboot an der Ausfahrt von Porto. Wir kennen schon die Wirkung Strom geben Welle… aber das hier war schon etwas Besonderes. Dabei war draußen nicht einmal viel Wind… was ich dann auch nicht erleben möchte. Es wird ja vor fast allen Häfen Portugals gewarnt, wenn die Wellen in den Hafen stehen. Das gesamte Land liegt ja offen dem Atlantik zugewandt. Dabei hat Porto eine große Einfahrt…was soll das bei den kleinen Häfen werden… (diese haben wir besser übersprungen-).

Unsere Bedingungen nach Lissabon waren nicht optimal – die gesamte Strecke gegen den Wind. Immerhin sind das rd. 170sm direkter Weg. Ein Blick in den Wetterbericht sagte uns aber – besser wird’s nicht. Über den Azoren haben sich untypischer weise einige Tiefdruckgebiete gemütlich gemacht und diese bringen seit Wochen den konstanten Südwind. Am Montag wird es dann noch viel Wind… also besser los. Nachdem wir die Tauchfahrt überstanden hatten -wurde es aber gut… . Und dann…unsere ersten Delfine.  Das ist auch etwas Besonderes – eine Delfinschule um und vor unserem Boot. In jedem Seglerbuch steht das- fast schon langweilig. Es ist ein irres Gefühl – Mitten auf dem Atlantik, kein Land in Sicht und dann gucken solche kleinen Kerle vorbei. …besser als im Meereskundemuseum!!

Kurz zur Nachtfahrt. Über die Biskaya war es eindeutlich gemütlicher – immerhin war es immer nur ein Bug, mit dem wir gefahren sind. Hier mussten wir Kreuzen – also für den Schlafenden war das eher blöd. Die Schräglage ist auch beachtlich – dieses ständige Klettern und festhalten – wer das auf Dauer schön findet, ist nicht ehrlich. Will man sich etwas aus dem Schrank nehmen und dieser ist in Luv… Pech gehabt – muss man alles nach der Wende wieder einräumen. Solche Tage und Nächte auf dem Wasser sind größtenteils sinnlos. Wir sind die gesamte Zeit damit beschäftigt zu „überleben“. Wir befinden uns ganz unten in der Pyramide der Selbsterhaltung… schlafen, essen (mach mal was zu Essen im schräg stehenden Karussell), navigieren, segeln  – und sich fest zu halten. Vom Duschen reden wir nicht – das haben wir uns verkniffen (… eine Hand festhalten, andere Hand alles andere … ob das gut geht?) Wir sind gespannt auf Passatwinde – ob das wohl besser wird!?

Letztlich hatten wir aber eine schöne Überfahrt. Wir sind stolz auf unser Boot. Es ist die pure Freude, wie sie durch die Wellen geht und auch diese hohen Atlantikwellen ausreitet. Klasse ist auch die Geschwindigkeit und die Höhe zum Wind. Da schmeißen andere Boot längst den Motor an – wir segeln immer noch.

So, jetzt erkunden wir Lissabon. Haben windbedingt ca. eine Woche Zeit – da lässt sich was draus machen!! Habt alle eine schöne Zeit – Eure GarliXe