Fragt ein Boot der ARC Flotte die SY GARLIX von der ARC Flotte: “Na – wie war die Überfahrt?” antwortet die GARLIX: “squallig, sie war squallig… und meine Crew und ich finden das blöd.”

Kaum habe ich im letzten Blog geschrieben, dass wir uns von diesen vielen dunklen Wolkenaktionen gerade erholen, da erleben wir wieder eines dieser Wetterspiele. Vor allem haben wir gelernt, sie “schlagen” auch seitlich aus. Vorgestern früh locke ich Jens zum Sonnenaufgang raus, um den Tag zu begrüßen, da zieht “urschwarz” solch eine Wand von hinten auf. Aber – sie zieht seitlich weg. Neben uns ist ein Katamaran und wir bedauern ihn und seine Crew sehr. Setzen uns in die Plicht und wollen das Schauspiel beobachten. Machen klasse Fotos und plötzlich – werden wir ganz schnell. Alle Segel runter (worauf wir mittlerweile immer vorbereitet sind), Luken zu und einen kleinen Weltuntergang erleben. Gut, wieder was gelernt – er schlägt überall hin aus.Die Krönung von dieser Sch…, ist das Ganze in der Nacht zu erleben. Dann wird es echt blöd.

Gestern haben wir Bergfest gefeiert, die Hälfte der Seemeilen sind geschafft. Aktuell liegen noch rd. 900sm vor uns – “ein Klacks”. Es klingt schon noch gewaltig, aber uns belastet es bisher nicht. Wir haben uns in unserem kleinen Zuhause gut miteinander eingerichtet. Sind sehr froh, dass uns Max begleitet – was eine unglaubliche Entlastung bei den Nachtwachen ist. Wir dritteln die Nacht und sind morgens ausgeschlafen. Belastend sind eher die “wenig Wind” Perioden mit den schlagenden Segeln. Davon hatten wir aber bisher wenig, gibt ja immer noch ein paar “Waffen” an Segel. Unseren – bisher nur als Sitzbank fungierenden – Spinnakerbaum haben wir auch seiner Bestimmung zugeführt. Unsere Passatbesegelung: CodeZero aus baumen, Fock dicht auf der anderen Seite, Großsegel mit Bullenstander fest. Das Schaukeln ist dabei allerdings nicht gering – aber toi, toi, toi – niemand ist Seekrank.

Die Belastung für das Boot ist sehr hoch. Täglich kontrolliert Jens Rigg und Technik. Was uns hier schon für Blöcke weggeflogen sind!! Insgesamt denken wir, dass uns der Atlantik bisher freundlich empfangen hat. Neben den Squalls hatten wir meistens um die 15-20kn Wind. Nur an einem Tag um die 35kn; was dann schon etwas unangenehm wurde. Allerdings haben wir uns auf unserer XP niemals unsicher gefühlt!!!

Angesichts unserer aktuellen guten Platzierung im Feld klingt natürlich mein Satz im letzten Blog: “wenn wir Tabus aufgeben würden, könnten wir weiter vorne mit segeln!” -etwas absurd. Wir sind selbst überrascht – aber wir haben auch echt harte Konkurrenten, die mit anderen Handicaps gestartet sind. Es ist kaum zu glauben, was wir z.B. gegenüber einer First 45 raus segeln müssen.  Wir hoffen, dass wir am Montag – spätestens am Dienstag ankommen, aber bis dahin melden wir uns noch einmal.

Bleibt gesund – Eure GarliXe