Darwin: 01.9.15

Wir starten nach Lombok / Indonesien. Unsere 6 Wochen Australien sind vorbei. Die letzten zwei Tage haben unseren Australienpegel wieder nach oben „schnellen“ lassen.

Wir sind eindeutig im Zweifel und nicht nur obermäßig begeistert von diesem Land. Irritiert sind wir von der (Nicht)Gegenwart der Aborigines. Andererseits wird ein riesiger „hype“ aus deren Kunst gemacht. Aber niemals waren die Verkäufer einer der Ureinwohner.

Dann wieder ist es ein erfrischendes „Multi – Kulti – Miteinander“. Unglaublich International und absolut interessant. Eine Mischung und ein Umgang mit „Ausländern“, von dem sich Europa gerade eine „fette Scheibe“ abschneiden kann. Es gibt einfach keine „Ausländer“; denn wo fängt das hier eigentlich an.

Überrascht – wenn auch bekannt – waren wir von der Weite und Größe – und der damit verbundenen schlechten Kommunikationsmöglichkeiten. Hier bekommt ein Satellitentelefon einen richtigen Sinn. Schon 150km aus Darwin weg ist kein Vodafone – Empfang.

Aber am Wochenende waren wir im Kakadu – Nationalpark. Wir hatten uns für zwei Tage ein Auto gemietet und haben wohl den Beginn vom Outback erlebt. Und das Leute – hat einen richtigen Reiz. Wir waren tief berührt und begeistert von dieser unendlichen Landschaft; die in der Hitze in ein wundersames Licht getaucht wird. Dieser Nationalpark gehört zum Aborigines – Land und wir waren echt froh, dass wir am Yellow – River zum ersten und einzigen Mal überhaupt einen Aborigines getroffen haben, der als Guide uns die Landschaft seines Volkes gezeigt hat. Zwei Stunden sind wir mit ihm über den Yellow River und haben uns dessen Flusslandschaft angeschaut. Ganz ruhig und ohne angefütterte Krokodile. Hier lebten alle Tiere im natürlichen Miteinander; allerdings auch erschreckend viele Krokodile.

Wir haben sehr viele – bis zu 20.000 Jahre alte – Malereien der Aborigines angesehen. Wunderschön ist keine ausreichende Beschreibung für die dortigen Wasserfälle mit den Seen, in denen man baden kann. Aber nichts ist einfach, vorher mussten wir Wanderwege entlang, die fast schon gefährlich waren. Das alles aber bei Temperaturen bis 37°C. Bis 33° geht das ja noch, darüber wird es zu warm, wenn man über Stock und Stein laufen muss. Dann am Ende einen Wasserfall – See zu finden, lässt ihn gleich viel, viel schöner erscheinen.

Schaut Euch auf den Fotos die Termitenhügel – fast schon Berge – an. Ist das nicht einzigartig?

Das alles hat uns letztlich doch Lust auf MEHR gemacht. Dieses rein schnuppern in diese bizarre endlose Landschaft, wo man Mitten auf der Strasse gut anhalten kann, um schnell ein Fotos zu schießen. Dabei waren wir in der Touristenhochzeit unterwegs. Beim nächsten Mal muss man sich aber ein entsprechendes Auto mieten, um irgendwo im Nichts bleiben zu können. Vielleicht war unsere Australienzeit zu kurz, um einen richtigen Eindruck zu bekommen.

Aber jetzt sind wir schon wieder vor dem Hafen. Ist ja hier nicht so einfach. Um die 15 ARC Boote aus dem Hafen zu bekommen, muss ein ordentlicher Zeitplan angefertigt werden. Jedes Boot wird einzeln während der Hochwasserzeit raus geschleust. Wir warten jetzt auf den Start nach Lombok bei totaler Windstille und 35° Hitze. Vor uns liegen rd. 1.000sm; hoffentlich lässt uns der Wind nicht völlig im Stich. Also – wir starten zum 2. Teil unseres Abenteuers. Freuen würden wir uns, wenn Ihr bei uns bleibt. Bis bald – Eure GarliXe