Tour: Tahuata – Fatu Hiva/ 50sm 5.4.2015.

Kann das sein – wir hier im Irgendwo bemalen lustig Ostereier, beschenken andere Menschen, gehen in den Gottesdienst und empfangen sehr viel Lächeln und Blumenkränze für‘s Haar.  So haben wir Ostern lange nicht erlebt.

Mit großer Freude und Ausdauer haben Hanna und ich unsere letzten Eier gefärbt. Haben uns dabei – in Ermangelung an Ostereierfarbe aus dem Laden – sogar an das alte Oma- und Mutterrezept mit Zwiebelschalen und Essig erinnert. Es klappt tatsächlich. Haben mit Wassermalfarbe SY Makena (Kat) und SY A Plus2 auf die Eier gemalt und sind morgens mit dem Dingi rum und haben kleine Nester verschenkt. Unsere letzten Eier haben wir mitgenommen zum Gottesdienst. Die Einheimischen haben uns eingeladen zu ihrer Messe. Das sind immer wieder Momente – wo wir völlig ungläubige Menschen – ein wenig stutzen: wir dort hin? Es ist das Gemeinschaftsgefühl und die stimmgewaltige Gemeinde, die uns dort gefesselt hat. Mit Gitarre, Trommel und viel Gesangfreude haben wir diesen katholischen – polynesischen Gottesdienst erlebt. Als Gegengeschenk für unsere Eier haben wir übrigens Blumenkränze bekommen.  Extra für die Yachties wurde der örtliche Laden nach der Messe geöffnet – vielen Dank; auch wenn es keine Eier, Kartoffeln oder Mehl gab. So ist es hier – wir schätzen die Dinge die es gibt! Zwiebeln und Käse.

Was war jetzt das Besondere an dieses Ostern? Ja, auch diese fremdländische Kirche und der Gesang. Aber eher, dass es mehr war, als nur eine Zeit zwischen zwei Terminen; es war einfach ein Glück, Freude zu verschenken und wir haben mehr zurück bekommen. Obwohl ich mittlerweile überzeugt bin, dass das auch zu Hause geht. Nicht nur solch Gehetze, ich versuch‘s dann ab nächstes Jahr wieder!!

Ansonsten nehmen wir jetzt langsam Abschied von den Marquesas – Inseln. Wir können nicht sagen, welche Insel uns am Besten gefallen hat. Landschaftlich ist es hier umwerfend: kunterbunt grün und höchste Berge. Immer noch ist es ursprünglich; immer noch ist es ein wenig Urwald. Die Inseln sind immer ein wenig in den Wolken versteckt; dadurch regnet es sehr häufig. Der Regen ist nicht störend; bei der Wärme trocknet alles schnell. Negativ ist nur, dass die Solarpaneele nicht genug laden können.

Ab morgen werden wir rd. 600sm weiter westlich zu den Tuamotus Inseln segeln. Das wird eine spannende Angelegenheit. Ursprünglich hießen diese Inseln „Dangerous Islands“. Es sind die weltgrößten Korallenatolle! Übrigens, sorry, wenn wir unsere Mails nicht beantworten. Es gibt hier nur sehr selten Wifi – und hier eben nicht. Einen guten Wochenstart Euch!

Eure GarliXe