Tour: Cape Upstart – Townsville – Hinchingbrook Chanel  – Mourilyan Harbor – Cairns / insgesamt ca. 250 sm

Townsville: Als 1770 James Cook diese Gegend entdeckte, lebten damals Aborigines in diesem Land. Gegenüber der Stadt liegt die Insel Magnetic Island. Sie hat ihren Namen, weil einmal der Kompass von Cook bei der Vorbeifahrt in die falsche Richtung zeigte. Es kam nie wieder vor. 1865 wurde das erste europäische stämmige Kind in der Stadt geboren – er hieß William Townsville Boyes, Ein Jahr später erhielt die Stadt ihren Namen. Später wurden einige Goldfelder dort entdeckt. Heute leben 190.000 Einwohner dort. Im 2. Weltkrieg diente es als Militärstützpunkt gegen die Japaner.

Cairns: liegt rd. 300km nördlich von Townsville und war früher der Exporthafen für Gold. Hier leben rd. 100.000 Einwohner; durch die vielen vielen Touristen aber gefühlt 300.000. Hier ist der größte Sitz der Flying Doctors Australiens.

12.8.15 Cairns: Es war eine Woche „Segelgenießertage“ mit hohem Abenteuergehalt und sportlichen Segelwechselaktivitäten.

In Mackay hat man uns gesagt, dass die Gegend um die Whitesunday – Islands DAS Segelgebiet überhaupt ist und danach kann man durch segeln. Weit gefehlt… bei wunderschönem Segelwetter segeln wir jeden Tag um die 60sm und arbeiten uns nur langsam gen Norden. Australiens Ostküste entlang zu segeln ist ein Privileg; wir sind uns dem bewusst.

Townsville ist eine Stadt, die mag man erst auf den zweiten Blick. Der erste Blick ist Industrie…nichts weiter. Dann erlebt man eine Stadt mit historischen Bauten, einer langen langen Promenade und einem Irish Pub. Sicherlich gab es da noch mehr; aber besonders dieser Pub hat es uns angetan. Leute gucken…. Alltag sehen…. Liveband…und Guiness trinken – letzteres nur Jens. Auffallend ist in allen Städten die absolute Sauberkeit. Es ist keine Geschmiere zu finden.

Wir waren nur einen Tag dort – dann ging es weiter. Bei aller Glückseligkeit… wir müssen auch Meilen schaffen. Nur am Tage schafft man nicht so viel… das ist noch schlimmer hier als an der Ostsee. Es ist nur max. 11h hell; da muss man früh starten.

Den nächsten Tag waren wir in Erwartung von Krokodilen… aber – es kamen keine. Wir ankerten im Hinchingbrook – Chanel. Ein ganz besonderes Erlebnis. In diesem Kanal kann man nur bei absoluten Hochwasser reinfahren… und dann geht es durch einen dicht bewachsenen Mangrovenwald. Völlig einsam und allein ankerten wir dort…ein besonderes Abenteuererlebnis. Leider begann dort auch das Abenteuer „Zahn“… es pochert und schmerzt unterm Zahn…Mist. Drei Tage später konnten wir hier in Cairns zum Zahnarzt gehen… nicht sehr abenteuerlich in Australien; es ist alles absolut easy und „wie zu Hause“. Nach Wurzelbehandlung und Zahnextraktion bei Jens sind wir wieder glücklich. Allerdings schleicht sich auch der Gedanke ein…was wäre gewesen, wenn wir 1000sm von Galapagos entfernt wären und 2000sm liegen vor uns. Das wäre ganz blöd…und wir haben gleich unsere Antibiotikareserven für diesen Fall aufgebessert. Dabei muss das „Ohr der Krankenkassen“ geklingelt haben…ein Packung Amoxycillin kostet umgerechnet ca. 8EUR. Ich denke, in Deutschland ist es wesentlich teurer.

Cairns ist ziemlich busy und manchmal denken wir, dass wir schon in Asien sind. Es scheint das Haupturlaubsland der Asiaten zu sein. Cairns ist der letzte Hafen vor Darwin in 1.100sm.

Insgesamt ist es sehr angenehm, den gewohnten Service der Zivilisation zu erfahren. Gute Kühlregale, gute Waschmaschine, Strom, Wasser, Reparaturen – alles ist möglich.

Wir hoffen, die nächsten 10 Tage werden auch so gut… diese Gegend hier ist wunderschön. Kaum Wellen, bisher guter Wind, überall kleine Inseln – nur auch alles sehr groß und weit. Wir starten morgen. Bis bald Eure GarliXe