Wir schaukeln uns durch die Karibische See; es ist etwas unangenehmer als über dem Atlantik. Wir haben mehr Wind und höhere Wellen, die ungleich der Windrichtung sind. In den letzten zwei Tagen hatten wir Etmale (zurückgelegte Strecke in 24h) von rund 200sm. Das ist richtig viel, wenn man dann bedenkt, dass wir z.B. in der ganzen letzten Nacht nur mit zweifach gerefften Großsegel und ohne Vorsegel durch die Nacht geschossen sind. Wir haben Ostwind 18-25kn; in Squalls höher.  Nur um die Geografiekenntnisse aufzufrischen – wir segeln vorbei an Venezuela (links), und rechts an Puerto Rico, Dominicanische Republik, Haiti.

Ein mittleres Problem hatten wir auch noch. Der obere Blog von der Fock hat sich geöffnet und das Segel rutschte langsam rein ins Wasser. Das ist schon ein komischer Anblick!! Gott sei dank hatten wir nur 20kn Wind und hell wurde es auch gerade. Das war übrigens für Hanna der Nachtwacheneinstieg- armes Mädel.  Wir konnten die Fock gut bergen und haben sie erstmal an die Reeling gebunden und sind wieder in die Koje gekrochen. Damit hat sich nur leider das Problem nicht gelöst, denn der Blog war und blieb oben. Jens hat sich dann bei dem Geschaukel am Vorstag hochziehen lassen (ordentlich angebunden; ein Helm wäre dabei gar nicht so schlecht) und das Fall wieder runtergeholt. So ca. 1h später hatten wir sämtliches Gewusel an Leinen sortiert und die Fock war wieder oben. Erkenntnis. ALLE- wirklich ALLE Blöcke müssen gesichert werden!!

Ansonsten verlief die Tour bisher unspektakulär, die Stimmung an Bord ist sehr gut – wir rollen so dahin. Wenn es so weiter geht, sind wir schon am Mittwoch Abend im Hafen – wir werden sehen. Bis dahin – Eure GarliXe