Start Las Perlas nach Galapagos am (Freitag) 13.2.15 11:00 OZ, 16:00 UTC. 

Vor uns liegen ca. 860sm Richtung Galapagos – der Pazifik ist nicht still! Wir haben 25-30kn Wind, zuviel für meinen Geschmack – nicht so für meinen Kaept‘n. Er feiert bei jeder gut runter gesurften Welle und bei der Spitzengeschwindigkeit von 17,4kn (!!) grinst er selig! Ich finde, dass das zuviel Wind ist und kann mir nicht vorstellen, dass das hier mal ruhig wird. Warten wir‘s ab und vertrauen auf die Wetterdaten.

Wir segeln segeltechnisch in einer sehr interessanten Gegend, was Wind und Strömung angeht. Irgendwann müssen wir über die ITCZ (Inter Tropical Convergence Zone, oder Doldrums) Die ITCZ ist eine Region mit hohen Temperaturen und wenig Wind. Ausserdem liegt vor uns der Äquator…!!!! Wir machen schon Plaene für die Feierlichkeiten, vielleicht backen wir einen schicken Apfelkuchen.

Also – wir sind jetzt seit vier Stunden unterwegs und führen immer noch unser kleines World ARC Feld an. Kurz hinter uns SY „A Plus 2“ und SY „Juno of London“, beides wesentlich groeßere Schiffe. Aber vor uns liegen noch viele Meilen – da wird sich noch so einiges aendern. Vor allem die Segelstragegie ist entscheidend – wann geht man über den Äquator, wie lange hat man Wind, welche Stroemungen sind wo.

Die 1. Nacht ist vorbei, sie hat etwas erinnert an unseren Start von Las Palmas. Der Wind ging bis über 35kn. Letztlich sind wir mit stark gerefften Vorsegel und ohne Großsegel mit 10-11 kn dahin geflogen. Gegen Morgen wurde der Wind weniger, dafür unterstützt uns jetzt ein starker Strom mit bis zu 2kn. Wir fühlen uns nicht ganz frisch – die erste Nacht ist eben immer blöd. Allerdings belebt uns unser erstes 24h – Etmal mit 200 sm etwas. An welcher Position wir liegen, können wir nicht mehr mit Sicherheit sagen. Auf dem AIS sehen wir nur noch SY Exocet Srike.  Ansonsten ist nicht viel los.

Dank eines guten Reiseführers über Galapagos (Danke GuP) machen wir schon Pläne für den Landausflug. Vorher müssen wir aber noch die Einklarierung hinter uns bringen. Da gibt es endlose Vorschriften, aber vor allem muss das Boot sauber sein. Keine Muscheln am Rumpf oder irgendwelchen Auslässen. In der Shelter Bay wurde unser Boot noch mit – was auch immer… ausgespritzt, damit keine Tierchen überleben. Erwartet werden bis zu 10 (!!) “Offizielle”, die das Risiko „SY GarliX“ einschätzen. Im letzten Jahr bei der World ARC mussten einige Schiffe den Hafen wieder verlassen und ihre Boote draußen (bei diesen Wellen!!!) reinigen. Aber wir sind guter Hoffnung, nach neuem Anstrich in St. Lucia und ordentlicher Reinigung von Jens mit unserem Freedriver.

Drückt uns die Daumen – Eure GarliXe