Fotos… unbedingt anschauen!!!!

Es gab schon kleine Meinungsverschiedenheiten zwischen meinem Käpt’n und mir… ich wäre ja nicht kosgesegelt bei 25-30 kn Wind in diese unbekannten paradiesischen Gebiete… und dann … Ankern im Atlantik??

Aber wirklich JEDER meint – „da müsst ihr hin“. Also sind wir gestartet und es war echt windig!! Und dann kommt man da an – ohne GPS* undenkbar – und Gott sei dank sind die Wellen weg – aber nur, weil vor und um uns herum Riffe vorgelagert sind. Also sehr „vertrauenserweckend“.

Was ist nun besser, der eigene Anker oder die angebotene Mooringtonne. Wir haben – wie alle um uns auch – die Mooringtonne gewählt; obwohl wir diese danach gründlich überprüft haben.

Nun lagen wir im Paradies – die 25kn Wind pfiffen durch die Masten und wir überlegen, ob wir den Anker zusätzlich schmeißen.

Gut – es ist das Paradies – eindeutig. Es ist genau wie im Katalog – aber dieser Wind?? Es bleibt für uns ungewöhnlich diese Ankerei. Wo wir bisher nicht einmal bei auflandigem Wind in der Having geankert haben…. .

Das Paradies ist businessmäßig gut durchorganisiert. Kaum ist man gelandet, werden uns von Baquettes, Lobster-Fisch, T-Shirts, BBQ am Strand und fertigbereiteten Tunfisch auf dem Boot alles angeboten. Letzteren haben wir genommen und einen echt schönen Abend miteinander verbracht. Dank des lieben „Schnitzelrundenpaketes“ haben wir das Boot weihnachtlich geschmückt und extra Strom für die 220V Lichterkette umgewandelt. Das war dann wirklich nicht mehr zu toppen.

Nun – auch meinem sonst  zu 100% mehr wagemutigen Käpt’n war das nichts mit der Ankerei im Riff und im Atlantik. Nach einer relativ schlaflosen Nacht, schauen wir uns gründlich die mit dem Schlauchboot zu erreichenden Inseln an und dann starten wir den Rückweg Richtung Bequia. Bei weniger Wind kommen wir gerne wieder.

So – der Wind ist etwas weniger geworden, sind nur noch 20kn Wind gegenan. Das kennen wir ja… wir sind ja Ostseesegler. So kurz vorm Ziel reißen GLEICHZEITIG ALLE Nähte vom Schothorn der Fock. Das Segel ist ganz, „nur“ der Ring ist incl. der Gurte ab. Man, man – dabei ist das Segel erst 8.000sm gesegelt…. sind wir schon etwas sauer. Müssen wir in der Rodney Bay noch zum Sailmaker. … und dabei fällt mir ein….:

*Hatte ich überhaupt schon erzählt, dass unser Kartenplotter ausgefallen ist… also so ein völliger Totalschaden!!!! Wenn uns irgendwer mal erzählt, dass er ein elektronisches Gerät fürs Boot baut, was nicht kaputt gehen kann… wir würden es nicht glauben!!! Durch dieses Salzwasser vergammelt hier irgendwie alles. Zumindest ist uns am 3. Advent der Plotter ausgefallen; konnte keine Karten mehr lesen – dann war der Bildschirm tot. Und das kurz vor Weihnachten; 3 Wochen vorm Start zu unserem großen Abenteuer, hier in der Karibik!!! Das hatte die Stimmung etwas eingetrübt. Der sogenannten Raymarine – Service hätte das Gerät nur nach Großbritannien schicken können… alles keine Lösung für uns. Einzige Lösung – es muss ein neues Gerät her – ist das nicht mehr als ärgerlich!! Unser Plotter ist erst 21/2 Jahre alt!! Als vorläufige “Backup – Lösung” haben wir I-Sailor auf dem I-Pad und Open-CPN.

So – jetzt dürfen wir Euch noch einmal FROHE WEIHNACHTEN wünschen, da wir ja wieder Wifi haben…. übrigens sehr zur Freude unserer drei Jungs! Als „Weihnachtsgeschenk“ packen wir Euch diese paradiesischen Fotos der Karibik mit rein… eben ein windiges Paradies!

Wir denken an Euch – Eure GarliXe