Tour: Mackay – Lindeman Group/ Shaw Island – Whitsunday Island / Whitsunday Beach – Hook Island / Nara Inlet Bay – Airlie Beach – Cape Upstart / insgesamt ca. 163sm

5.8.15 Niemals werden wir die Frage beantworten können, wo und was am Schönsten unserer Reise ist. Es gibt immer wieder schönste Augenblicke.

Gerade war es noch diese lebhafte Stadt Sydney, jetzt sind wir im nächsten Paradies. Wir sind gleich am nächsten Tag unserer Ankunft aus Mackay gestartet; vor uns liegen 1.500sm bis Darwin. Ausserdem waren wir Stadtmüde; also los.

Das erste Ziel Richtung Norden ist das Gebiet um die Whitesunday Island. Eine Inselgruppe von 74 Inseln, wovon nur 17 bewohnt sind. Es zählt zu den schönsten Segelgebieten der Welt; was wir gerne glauben. Wunderschöne Inseln, die geschützt vor den Pazifikwellen hinter dem Great Barrier Riff liegen. Als Sahnehäubchen dieses Wetter, was wir hier haben. Blau – alles blau und dann nur 10-12 kn Wind aus Südost. Wir segeln im Winter hier… das bedeutet, dass wir ab 16:00 eine dünne Jacke und lange Hosen anziehen. Das macht wohl auch den Großteil des Paradieses hier aus – es ist das Klima. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei rd. 27°C – da lässt es sich doch gut leben!

Wir werden wieder erinnert an die schwedischen Schären vor Stockholm. Es ist nur alles etwas Größer… und eben verlässlich wärmer.

Am Whitesunday Beach haben wir eine kurze Wanderung im ziemlich weißen Sand unternommen; aber unser Ziel war mehr die Hook Insel. Dort sollte es noch 9.000 Jahre alte Höhlenmalereien der Aborigines geben. Die Inseln und das parallel verlaufende Festland wurde früher von einem Aboriginesstamm – der inzwischen ausgestorben ist  – bewohnt. Die Malerei haben wir gefunden – sie war gut ausgeschildert. Gut so; sonst wären wir vorbei gegangen… sah nicht sehr „archäologisch –  historisch“ aus – eher wie die ersten Malereien von einem kleinen Kind.

Die Namensgebung der Inselgruppe stammt natürlich wieder von James Cook, der durch die Inselgruppe am 4. Juni 1770 durchgesegelt ist… und es war wohl Pfingsten; deswegen dieser „einfallsreiche“ Name.

Diese wenigen Tage in diesem Gebiet war tatsächlich einzigartig. Welch ein Prachtleben!! Wir sitzen und staunen die Natur an. Als Höhepunkt kommt eine Walmutter mit ihrem Jungen vorbei. Welch ein Rücken… wir sind uns nicht einig, ob das zwei oder drei Meter waren… die Breite – nicht die Länge (!!) vom Rücken. Von Mai bis September wird das Gebiet hier von Buckelwalen zum Kalben genutzt. Am Abend setzen sich weiße Papageien auf unsere Antenne (mit einem gelben Kamm); sie sehen richtig exotisch aus.

Nach einer teuren Nacht im Touristenhafen Airlie Beach – nach Brixham und Plymouth in Südengland unser drittteuerster Hafen der Reise – sind wir heute früh weiter Richtung Norden gestartet.

Und heute war ein „Jens – Freutag“…. fast den ganzen Tag konnte wir mit seinem Lieblingssegel – der Genacker bei freundlichen rd. 10kn Wind segeln. Blauer Himmel, kaum Wellen – was für eine Welt!!! Wir haben Glück mit dem Wetter, was wir nach unserer Tour aus Vanuatu auch verdient haben; finden wir.

Morgen geht es weiter nach Townsville. Es ist ein weiter Weg nach Darwin; zumindest, wenn man die Hälfte des Weges in Tagestouren absolviert. Hier ist es nur 11h hell, da schafft man nicht soviel. Also bis später – Eure GarliXe