15.6.15 Es war in der letzten Nacht um 1:02 Uhr…und gemeinsam mit der neben uns segelnden portugiesischen Yacht ALLEGRO sind wir von West nach Ost „rübergeschnippt“. Stimmt also für uns diese Angabe hinter dem Längengrad auf dem Plotter wieder; es ist ein wenig wie zu Hause.

In der letzten Nacht sind wir 105sm weiter zur einer der beiden Hauptinseln von Fiji nach Vanua Levu und hier nach Savusavu gesegelt. Wir hängen an einer ruhigen Mooringboje und über uns herrscht schottisches deutsches Wetter; kein Paradieswetter.

Unsere Tage auf Vanua Balavu haben uns an die schwedischen Schären erinnert; aber eben meistens bei grauem Wetter. Wir waren ungewöhnlich viele Boote. Gemeinsam mit den 20 Booten der ICA sind wir im Konvoi durch die Steine gefahren. Wunderschön, aber bzgl. der Genauigkeit der Karten etwas Gewöhnungsbedürftig. Wir hatten zuletzt auf Tonga ein Update unserer Navionics – Maps gemacht und können uns nicht beklagen. Andere Boote hatten schon Probleme; waren teilweise 0,5sm neben der Riffeinfahrt, obwohl sie gerade durchgefahren sind. Wir können gegen Navionics bisher nichts sagen, nur das das mit den Updates und dem Herunterladen der Gebiete sehr aufwendig ist und in diesen Wifi – schwachen Gebieten nicht sehr praktikabel ist.

Wir sind hier im Pazifik immer wieder über diese Landschaft am Staunen. Es ist schwer, eine „Renner“ – Liste zu erstellen. Aber bei aller Schönheit bleibt es für uns unvorstellbar, in dieser zum Teil erheblichen Abgeschiedenheit zu leben. Da lagen wir mit 3 anderen Booten in einer wunderschönen Bucht, hohe Berge ringsherum. Etwas schüchtern ist man da schon, einfach mit dem Dingi anzulegen und los zu wandern. Haben wir dann gemacht…. es ging 271 Stufen durch den Wald, rund 200m weiter vorbei an freilaufenden Pferden und dann kam ein kleines Dorf. Dort leben 11 Menschen – mitten im Wald. Wenn ich mich mit der ganzen „Welt verkracht“ hätte, könnte ich dort drei Tage leben, aber immer? Wir werden schon nervös, wenn wir 10 Tage kein Internet haben. Die Welt kann eben sehr verschieden sein.

Auf Vanua Balavu leben 5 Dörfer. Diese haben anlässlich des Besuches der Boote von World ARC und der ICA eine Kavazeremonie veranstaltet. Kava ist hier diese wohl auch in Europa bekannte Wurzel, die zum Pulver geklopft wird und dann in Wasser eingeweicht getrunken wird. Für uns schmeckt das wie olles Waschwasser; es macht die Glieder schwer und regt zum Quatschen an.

Ständig wird man in der Südsee aufgefordert, den Einheimischen keinen Alkohol zu schenken. Ob dieses Getränk so viel besser ist, wissen wir nicht.

Wir bleiben hier ein paar Tage und werden uns bis nächsten Sonntag durch die westlichen Schären der Hauptinsel Viti Levu kämpfen, um am nächsten Montag hoffentlich aus dem Wasser zu gehen. Wir sind gespannt, wie das  hier klappt. Bis bald -Eure GarliXe… hoffentlich ist das Wetter in Deutschland besser..ne, ne.