Es fehlen uns die Worte für dieses “Stück Welt”. Es ist ein Zeitsprung im wahrsten Sinn.

Die San Blas Inseln gehören zu Panama und liegen ca. 80sm vor dem Panamakanal. Es sind ca. 378 Inseln, wovon nur ca. 49 bewohnt sind. Obwohl die Inseln zu Panama gehören, sind sie extrem unabhängig. Soweit zu den Fakten.

In jedem Guide steht, dass diese Inseln nur im Tageslicht befahren werden sollen; möglichst um die Mittagszeit. Wir sind hier morgens um 4Uhr angekommen, mussten also noch gut 2h im sicheren tiefen Wasser vor uns hin warten. Dann hat sich eine Welt eröffnet – Inselkleckse, die max. einen halben Meter aus dem Wasser ragen und voll bedeckt sind mit Palmen. Drum herum türkis – blaues sauberes Wasser. ABER – auch nur im Tageslicht sichtbare Korallenriffe.

Geankert haben wir bei 8m Tiefe – sicher vor einer Insel. Dann kam Padro im geschnitzten (?) – kaum aus dem Wasser ragenden – Kanu angepaddelt. Wir waren sehr froh, dass wir von der SY GRUETZE den festen Auftrag hatten, Molas zu kaufen. Ansonsten wüsste ich nicht so ganz, was man mit diesen fein bestickten Teilen anfangen soll! Aber die Freude über den Kauf von gleich drei Molas war sehr groß!! – und wir wurden zum Besuch auf die Insel eingeladen. Tja – und dann kam tatsächlich der Eindruck des Zeitsprunges. Es ist in der heutigen Zeit für uns nicht vorstellbar, in welchen schiefen Bretterbuden diese Menschen dort in einfachsten Verhältnissen leben. Als Empfang haben wir eine Kokosnuss geschenkt bekomme, was früher ein anerkanntes Zahlungsmittel war. Am nächsten Tag haben wir uns mit M&M‘s bedankt und waren und sind froh, in unseren unvergleichlichen „Bootsluxus“ zurück zu dürfen. Die Inseln sind der „optische Traum“ mit zufrieden wirkenden Menschen. Aber dieses Leben ist ganz weit weg von uns; einfach unvorstellbar.

Wir haben hier ein paar Tage Zeit zum nächsten Treffen mit der ARC – schön ist aber, dass auch ohne „offiziellen Termin“ sich alle ARC Boote zusammen gefunden haben.

Und so liegen wir jetzt hier – vor der „Turtles Island“ – gefühlt Mitten im Atlantik. Von der Karibischen See sind wir nur durch Korallenriffe getrennt, auf denen die Wellen ungebremst aufprallen. Der Ankeralarm ist an – hoffentlich brauchen wir ihn nicht. Sich hier im Dunklen zu bewegen ist nicht möglich und dann noch zwischen 20 Booten. Aber unser Anker hält, daran glauben wir ganz sicher.

Gute Nacht – Eure GarliXe! Üebrigens – die tollen Fotos kommen, wenn wir wieder Wifi haben.